Kirchengemeinde Bredenfelde

 

 

 

Gott Spricht: "Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst" (Offenbarung, Kap.21, Vers 6)

 

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freunde der Kirchengemeinde!

Schon ist der Januar vergangen und 2018 ist ganz normal am Laufen. Die Zeit rennt. Erinnern Sie sich noch an den letzten Gemeindebrief mit der 100+?

Es war ein Versuch, wie auch die Kerze im Brief am Jahresanfang unsere Gemeinde mit "Neuen" aufzufüllen. Nun ja.

In diesem Jahr ist ein anderes Thema von Bedeutung: Der Pastor geht in Rente. 1989 rollte am 28. Juli unser Möbelwagen in Bredenfelde ein und viele haben beim Ausladen geholfen. So begann eine spannende Zeit in der sich Jahr an Jahr reihte. Einige Dinge bleiben in Erinnerung, weil sie mit Menschen zu tun haben, ob der Seegottesdienst, die KITA oder unser kleiner Chor oder die Konfirmanden ... Doch will ich gar nicht alles aufzählen, denn ich würde immer jemanden nicht nennen und so betrüben.

Was mir im Rückblick wichtig ist  sind 2 Dinge: Danke für Ihr/Euer Vertrauen, für die offenen Herzen, für die Lebenszeit, die wir miteinander gehen durften. Es ist für mich etwas besonders Kostbares, wenn mir bei der Rückschau immer wieder Menschen vor Augen treten. Wir durften Leben und Glauben teilen und das hat mich sehr reich gemacht! Das andere im Rückblick ist meine Bitte um Vergebung, da wo ich verletzt oder falsch gehandelt habe . Auch davon ist manches in der Zeit geschehen, was mir heute sehr leid tut. Bitte tragen Sie es mir nicht nach oder lassen sie es uns aussprechen.

Für mich ist die Vergebung das größte Geschenk Gottes. Darum bitte ich sie um Verzeihung, damit wir von den Lasten frei werden.

Im Vorausschauen ergibt sich für uns persönlich ein Umzug nach Bornhöved in die Nähe unser Kinder und Enkel.

Die Frage wie es in der Gemeinde weiter geht, bewegt mich sehr.

Die Vakanzvertretung hat Pastor Moll in Alt Käbelich (03966210354). Er wird dann für alle Amtshandlungen und die Verwaltung verantwortlich sein und ihre Fragen beantworten. Weiterhin bleibt Frau Lietzow im Büro am Dienstagvormittag erreichbar (hauptsächlich Friedhofsfragen). Herr Wieczny (Norbert) wird seine fleißigen Hände weiter zur Verfügung stellen und Frau Kalisch als "Bufti" bleibt bis 30. Mai. Wer einen Nachfolger für diese Stelle weiß, bitte schnell melden, dann können wir das noch regeln.

Dann bin ich sehr dankbar für den Kirchengemeinderat und seine Arbeitsgruppe. Hier werden die Zukunftsfragen bedacht. Im weiteren Brief finden sie den derzeitige Stand der Strukturdebatte erläutert. Bei unser kleinen Zahl an Christen (100 "Neue" wären schon eine Rettung) ist eine eigenständige Gemeinde nicht möglich. Doch das "wie weiter" gilt es zu gestalten. Es fällt nicht alles weg!

Das christliche Leben der Kirchengemeinde soll und wird weitergehen. Es braucht aber IHRE Mitarbeit, ohne geht es kaum. Sprechen sie die Ältesten an, reden sie mit dem Pastor, bringen sie sich ein.

Eine wichtige Frage ist der Gemeindebrief. Dies ist mein letzter! Aber eine kleine Gruppe könnte es fortsetzen - wer wäre dabei (2 sind schon im Gespräch)? Melden sie sich, noch könnte ich es koordinieren. Keiner muss alles machen, aber ein Bisschen geht sicher!! Nur Mut.

Der Seegottesdienst wird bleiben und 2 Taufen sind angemeldet! Da gibt sicher auch eine Aufgabe für sie!

Die beiden Orgeln in Cantnitz und Hinrichshagen sind zu Restaurierung vorgesehen. Da bräuchten wir Spenden und Spendensammler. Na!?

Offene Kirchen, die Friedhöfe ... es gibt da schon noch einiges, was auch sie ansprechen möchte.

Ich bin so dankbar, dass sich immer einiges bewegte und darum bleibe ich voller Zuversicht für die Zukunft.

Das wichtigste ist, dass wir unser Gottvertrauen behalten und stärken!

Die neue Jahreslosung will uns ermuntern, denn sie beginnt mit: "Gott spricht"! GOTT hat immer noch einen Weg, weiß immer noch wie die Zukunft wird. Unsere Wege werden dann leichter, wenn wir diesen Satz fest in unserem Herzen tragen. "Gott spricht", das ist ein Satz voller Autorität und Zuversicht.

Doch das schönste an der Jahreslosung ist, dass sie ein Versprechen enthält: Gott wird es tun! ER gibt dem durstigen von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst!

Das ist eine oft gemachte Erfahrung gerade in den Jahren als Pastor.

Als ich als junger Pastor anfing hat mir ein Vorgänger eine Vision ins Herz gelegt. Er sagte: "Ich bete dafür, dass die Kirche einmal nicht ausreicht für die Menge der Gläubigen." Das wurde "mein Durst" und in unserem Seegottesdienst habe ich es spüren dürfen, dass Gott seine Versprechen hält.

 Nun habe ich die Sehnsucht, dass diese Gemeinde mit Glaubensgewissheit in die Zukunft geht und wieder wächst. Bitten wir doch Gott auch hierfür um "Ströme des lebendigen Wassers"!

Wenn es alle tun, den 1 Satz einmal am Tag als Gebet zu Gott sprechen, dann werden sie Wunder erleben:

"Gott segne diese Gemeinde und lass Ströme lebendigen Wassers fließen, das diese Gemeinde wächst und blüht! Amen"

So freue ich mich davon zu hören und zu sehen wie es hier weiter gehen wird.


Rückblicke:

Zu Sankt Martin gehören die Kleinen in der Kirche. Der Umzug führte diesmal wieder zurück in die Kirche zum Imbiss. Martinshörnchen erinnern an die Botschaft und viele teilten wie Martin es tat. Das dabei der Spaß nicht zu kurz kam, können manche berichten

Der Advent begann mit dem traditionellen Kränzebinden. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Kunstwerke entstehen. Da sind schon echte Künstler dabei

Die Rehberger Kirche erstrahlt im neuen Glanz! Am 1. Advent durften wir die Wiedereinweihung der Kirche feiern. Die Pröpstin Frau Carstensen segnete die Kirche und dankte allen am Bau Beteiligten. Eine besondere Freude war die Wiederinbetriebnahme der Orgel. Ein Gottesdienst klingt damit besonders schön, und Kantor Küsel ist ein Meister seines Fachs!

Der anschließende Blumendank zeigte wie glücklich wir waren. Beim Imbiss gab es viele Gespräche. Danke für alle, die diesen Tag vorbereiteten, besonders der "Putzkolonne"!

Die Strasburgerchorgemeinschaft  schenkte uns wieder ein wunderschönes Adventkonzert. Die Geigenstücke bewegten so manche Herzen. Ein beeindruckendes Erlebnis!

Die Adventfeier hatte wieder 3 Höhepunkte: durch die KITA und die "Mühlenschwalben" und die Kuchenbäcker. (Zum Glück ist es kein Fastentag gewesen!) Ich höre noch den Nachsatz: "wer nicht da war hat was verpasst."

Zum Heilig Abend gehört ein Krippenspiel. Dank des Chores und der Kinder war zu einem schönen Ereignis geworden und hat Vielen Freude bereitet. Es tut gut, dass ihr mitgemacht habt!

Das neue Jahr begann mit einem traurigen Tag. Am 8. Jan. mussten wir von unserem Michael Baumgartl Abschied nehmen. Mit 67 Jahren war sein Leben zu Ende gegangen. Für uns ein unsagbarer Verlust. Er hatte unserer Gemeinde so viel geschenkt: den kleinen Gemeindechor, den er mit großem Einsatz voran brachte und formte; die schönen Chorkonzerte, die wir hatten und nicht zu vergessen seine einzigartigen Lesungen und Aufführungen. Wer seinen Namen im Internet nach liest, entdeckt eine ergreifende  Geschichte und bedeutende Werke. Doch genauso wichtig war seine Persönlichkeit, die uns so fehlt. Wir denken an seine Familie und an die bewegende Trauerfeier mit seinen Chören. Das ewige Licht leuchte ihm und tröste die Trauernden, besonders seine Ina.

 


Ausblicke:

Am 2. März ist der diesjährige Weltgebetstag, zu dem die Christen in Surinam einladen.   

Wir beginnen um 18:00 mit einem landestypischen Essen und sehen Bilder über Land und Kirche. Dazu gibt es Musik aus dem Land. Wer Freude daran hat, kann gerne mit kochen. Es gibt dazu Rezepte. Doch wichtig ist es, wegen des Essens, sich anzumelden!

Das Osterfest am 1. April lädt dann wieder Klein und Groß zur Feier der Auferstehung ein. Mit Kinderüberraschungen, Feuer, Essen ... Es wird wieder ein bunter Tag für alle.

Am 8. April ist meine Verabschiedung um 14:00 mit einem Gottesdienst und anschließender Kaffeetafel im Gemeindehaus. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie dabei wären.

Die Gedenktafel zu Ehren Pastor Prozells wird am 15. April um 14:00 an der Kirche in Hinrichshagen enthült. In einer Andacht soll seines Lebens gedacht werden. Herr Dr. Prüfer, Imitator des Gedenkens, wird das Werk Pastor Prozells würdigen.

Zum Seegottesdienst, der am 17. Juni wieder zum Strand einlädt, sind schon 2 Taufen angemeldet. Die Pastoren Markowsky und Moll freuen sich auf diesen Tag mit ihnen.

Die Gottesdienste in der Vakanzzeit werden selbstverständlich weniger sein, doch können sie auch abgeholt werden und so lernen sie nebenbei andere Pastoren und Kirchen kennen - eine Bereicherung!


Vielen Dank allen, die ihren Beitrag überwiesen haben. Dadurch sind alle nötigen Rechnungen bezahlt. Unsere Kirchengemeinde lebt durch die Gelder, die sie geben und gerade das Kirchgeld ist zu 100% für Gemeindeaufgaben bestimmt.

Wer es da noch im Trubel vergessen hat, möge sich erinnern lassen.


Friedhof:

Leider muss ich immer wieder daran erinnern, dass Plastikabfälle nicht auf den Kompost gehören. Ist so schwer zu verstehen? Das ist schon boshafte Faulheit!! Damit wird der Abfall nicht mehr kompostierbar und es kostet viel Mühen! Nehmen sie es doch am besten wieder mit nach Hause. Bitte helfen sie uns die Gebühren niedrig zu halten.

 

Impressum: Telf.03964/210236

 Fax 210601; Mobil 017641523988

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                Für Spenden + Kirchgeld:

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Pastor C. Rudolph, Regionalpastor der Kirchenregion Stargard, beschreibt den derzeitigen Stand der Überlegungen über künftige Strukturen. Hieran wird derzeit gearbeitet. Hier sein Bericht:

Mögliche Veränderungen der Struktur

 

Ab 2019 gilt im Kirchenkreis Mecklenburg ein neuer Stellenplan. Für die Kirchenregion Stargard bedeutet das eine Kürzung um über 25% der Stellen. Dagegen hatte sich die Kirchenregion gewehrt. Ohne Erfolg.

Stellenpläne sind notwendig, um Personal sinnvoll einzusetzen. In gewissen Abständen werden sie neu erstellt, um auf geänderte Rahmenbedingungen zu reagieren. In Rostock beispielsweise wachsen Kirchengemeinden. Folglich müssen Stellen geschaffen werden. Im Osten Mecklenburgs schrumpfen Kirchengemeinden. Also werden Stellen gestrichen. So einfach ist das.

Nein, ganz so einfach ist das nicht. Es werden auch Stellen geschaffen. Im Bereich der Kirchenmusik und der Verwaltung ist das der Fall. Die Musik soll das Leben in den Kirchengemeinden vielfältiger und attraktiver machen. Die Verwaltung soll Pastoren von Schreibtischarbeit entlasten.

Insgesamt stehen der Kirchenregion Stargard 9,5 volle Stellen (VbE = Vollbeschäftigungseinheiten) für die Berufsgruppen der Pastoren, Gemeindepädagogen, Kirchenmusiker, Verwaltung und Küster zur Verfügung. Eine Aufstockung hat die Kirchenkreissynode auf ihrer Herbstsitzung im November abgelehnt.

In Eigenregie muss die Kirchenregion nun diese Stellen auf die acht Kirchengemeinden verteilen. Keine leichte Aufgabe. Um nicht zu sagen: in der jetzt bestehenden Struktur der Kirchengemeinden unmöglich. Denn um jeder Kirchengemeinde mit den entsprechenden Stellen auszustatten, müssten diese gesplittet werden. Kirchengemeinden müssten Kooperationsverträge abschließen, die Mitarbeitenden mit mehreren Arbeitsgebern zurechtkommen. Der Verwaltungsaufwand wäre immens, und gerade der soll abgebaut werden. Anzustreben sind aber klare Arbeitsverhältnisse.

In verschiedenen Gremien wurden unterschiedliche Szenarien entwickelt und diskutiert. Es läuft wohl darauf hinaus, dass die acht Kirchengemeinden sich zu insgesamt drei größeren Gebilden zusammenschließen. Mittelpunkt sind die Städte Burg Stargard, Friedland und Woldegk. Im Friedländer Bereich hat man damit schon Erfahrung. Der Kirchengemeindeverband Stargard Land kann immerhin auf lange und intensive Zusammenarbeit verweisen.

Zur Diskussion stand, wie der Zusammenschluss erfolgen soll. Am einfachsten wäre, Kirchengemeinde würden einfach fusionieren. Das hätte den Vorteil, dass vieles bleiben könnte, wie es ist. Der Nachteil: Nicht alles, was ist, ist auch sinnvoll. Erstreckt sich eine Kirchengemeinde über mehrere Amtsbereiche, wie das beispielsweise in Alt Käbelich-Warlin der Fall ist, wird die Lage unübersichtlich. Das ließe sich im Zuge eine Neustrukturierung vereinfachen. Zudem führte dieser Weg zu sehr ungleichen Größen.

Die Regionalkonferenz hat deshalb einstimmig ein anderes Modell befürwortet, das bis Mitte März in den Kirchengemeinderäten diskutiert werden soll. Die Bildung der neuen Kirchengemeinden solle sich an den Grenzen der kommunalen Amtsbereiche zu orientieren. Das würde den Verwaltungsaufwand mindern, und auch die inhaltliche Arbeit könnte akzentuierter ausgerichtet werden. So spielen für die Arbeit mit Kindern im Grundschulalter die Schulstandorte eine wichtige Rolle. Und ein weiterer Vorteil: Die drei Kirchengemeinden währen annähernd gleich groß.

Für jede der drei Großgemeinden könnten die Personalstellen folgendermaßen aufgeschlüsselt werden:

Pastoren                                     1,50 VbE

Gemeindepädagogen                    0,75 VbE

Kirchenmusiker                            0,50 VbE

Küster                                          0,25 VbE

Verwaltung                                    0,25 VbE

Gesamt                                       3,25 VbE 

Damit wäre das zugewiesene Stellenbudget zwar um 0,25 Stellen überschritten, doch dafür könnte es grünes Licht geben.

Noch sind keine rechtsverbindlichen Entscheidungen gefallen, aber die Richtung ist deutlich. Für alle Beteiligten bedeutet das eine Umstellung, für die Kirchengemeinden und ihre Gemeindeglieder genauso wie für  die Mitarbeitenden. Ihnen wurde zugesichert, dass sie ihre Stelle behalten können, auch wenn sie nicht mehr im Stellenplan steht. Allerdings könnten ihnen

neue Aufgabengebiete zugewiesen werden. Überhangstellen würden erst bei Stellenwechsel abgebaut.               CR

Hier ein Grafischer Entwurf, der zur Diskusion steht:


Fastenzeit vor Ostern – Brauchtum und Traditionen

Seit dem vierten Jahrhundert gibt es eine vierzigtägige Vorbereitungszeit auf Ostern. Im Mittelpunkt dieser Zeit stehen Fasten und Bußübungen. Symbolisch steht die Zahl 40 in der Bibel für einen Zeitraum, in dem sich die Menschen auf ein besonderes Ereignis und auf eine Begegnung mit Gott vorbereiten. In der evangelischen Kirche heißen die vierzig Tage Passionszeit

„Vierzig Tage und vierzig Nächte regnete es in Strömen.“ – während der Sintflut (Gen. 7,12)

„Mose aber ging weiter hinauf zum Gipfel, mitten in die Wolke hinein. Vierzig Tage und Vierzig Nächte blieb er dort.“ – auf dem Berg Sinai, bis Gott ihm die Gebote für das Volk Israel verkündete. (Ex. 24,18)

„Die Israeliten lebten vierzig Jahre lang von Manna, bis sie an der Grenze Kanaans besiedeltes Land erreichten.“ (Ex. 16,35)

„ Da stand Elia auf, aß und trank. Die Speise gab ihm so viel Kraft, dass er vierzig Tage und Nächte hindurch wandern konnte, bis er zum Berg Gottes, dem Horeb, kam.“ – wo Gott zu ihm spricht. (LK 4,2)

Erfüllt vom heiligen Geist kam Jesus vom Jordan zurück. Der Geist Gottes führte ihn in die Wüste, wo er sich vierzig Tage aufhielt.“ – fastete, um sich auf seine große Aufgabe vorzubereiten.                                                                                                    

Laut dem christlichen Festkalender endet die Fastenzeit mit dem Osterfest, das durch das Konzil von Nicäa 325 auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond festgesetzt wurde. Daher ist der Termin der Fastenzeit „beweglich“. Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und endet am Dienstag nach dem 6. Sonntag vor Ostern. Früher gliederte sich der österliche Festkreis in drei Teile: die Vorfastenzeit – drei Sonntage umfassend (Septuagesima, Sexagesima, Quincquagesima) Hierbei werden mit den Sonntagsnamen nicht die genauen Abstände bis zum Osterfest bezeichnet, sondern deuten auf die abgerundet berechnete 70-tägige, 60-tägige und 50-tägige Vorbereitungszeit. Der Sonntag Septuagesima erinnert an die 70 Jahre der Gefangenschaft der Juden in Babylon und ihrer Pilgerschaft von dort nach Jerusalem. Die Vorfastenzeit wurde nach dem zweiten vatikanischen Konzil abgeschafft. Der zweite Teil ist die Fastenzeit und der dritte Teil ist die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten. In diesem Jahr dauert die Fastenzeit vom 14. Februar bis zum 29. März.

Ungefähr um 1000 wurde der Brauch erwähnt, in der Fastenzeit ein Velum vor dem Altar aufzuhängen (Velum quadragesimale, Fastentuch, Fastenlaken, Hungertuch, Kummertuch, Schmachtlappen) – ursprünglich einfarbig, schwarz oder violett. Auf diesem Tuch wurde in einem meist rasterförmigen Bildaufbau die Heilsgeschichte der Schöpfung bis zum Weltende erzählt, oder Tier- Pflanzen- oder andere Motive dargestellt. Zum Fastenbeginn, am Aschermittwoch wurde das Fastentuch im Chorbogen der Kirche vor dem Hauptaltar aufgehängt, verhüllte den Altar und konnte – meist zweigeteilt  - zur Seite gezogen werden. Es blieb bis zur Komplet am Karmittwoch hängen. Das Tuch wurde wieder herabgelassen zum Zitat aus der Passion „et velum templi scissimum est medium = und der Vorhang des Tempels riss mitten durch“

Die Fastenzeit war für Christen an Verpflichtungen gebunden – Verzicht auf Fleisch, Eier und Milchprodukte, Feiern der Karwoche und der österlichen Gottesdienste und Teilnahme an der Osterbeichte. Fasten versteht sich als religiös begründete freiwillige Nahrungsenthaltung in Bußzeiten. Neben der österlichen Fastenzeit gelten auch alle Freitage des Jahres als Bußzeiten und es gilt zudem das Gebot der Abstinenz. An allen Freitagen wird durch die Enthaltung von Fleischspeisen an den Tod Jesu erinnert und gedacht. Für die österliche Fastenzeit gelten die Regeln des Fastens: Täglich nur eine volle Mahlzeit und zwei kleine Stärkungen. An zwei Tagen – Aschermittwoch und Karfreitag soll nur eine sättigende Mahlzeit ohne Fleisch eingenommen werden, da es zugleich Fasten- und Abstinenztage sind. Diese Regelung wurde 1978 von den deutschen Bischöfen bestätigt. Für den Freitag haben sie aber auch geistliche Opfer anerkannt – z.B. Gottesdienstbesuch, Dienst am Nächsten usw., sowie ein Verzichtsopfer, bei dem das Ersparte Menschen in Not zukommen soll. Immer wieder wurden die Gläubigen daran erinnert, dass es nicht auf die Buchstaben der Fastengebote ankam, sondern auf den Geist. Kostspielige , raffinierte Fischgerichte waren ebenso zu meiden wie Fleisch (so z.B. das Provinzialkonzil 1536). Sie sollten erkennen, dass Fasten kein Selbstzweck ist, sondern eine disziplinarische Übung, ein Verzicht, der die Sinne freimacht für neue religiöse Erfahrungen. Nach Augustinus lebt der Mensch gewöhnlich gemäß dem Fleisch, das Fasten aber gestattet ihm, ausgerichtet nach dem Geist Gottes zu leben. Die geistgemäße Lebensart der Fastenzeit löst damit die fleischorientierte Karnevalszeit ab.

Der unter Androhung von empfindlichen Strafen verbotene Verzehr von Fleisch und anderen Lebensmitteln in der Fastenzeit hatte zur Folge, dass in den letzten Tagen zuvor eigens noch einmal geschlachtet und in großen Mengen Fleisch verzehrt wurde und man zudem noch Wege suchte, sämtliche unter das Fastengebot fallende Speisen vollends aufzubrauchen. Aus dieser notwendigen Resteverwertung entstanden ca. im 13. Jahrhundert unter anderem traditional schmalzgebackene, sehr eierhaltige Fastnachtsküchlein, die üblicherweise knapp eine Woche vor Aschermittwoch – dem sogenannten „fetten Donnerstag“ hergestellt wurden. Da auch in anderen Lebensbereichen Verzicht und Abstinenz gefordert war, wurden die tollen Tage vor dem Aschermittwoch immer ausschweifender. Spätestens um 1500 ging man dazu über, maskiert und verkleidet herumzulaufen, um sich durch die Unkenntlichkeit leichter der Kontrolle durch die Ordnungsorgane entziehen zu können. Auch das Brauchtum, Fastnachtsküchlein zu reichen oder zu erheischen, wurde mit „Ausschweifungen“ in Verbindung gebracht. So berichtet eine Basler Gerichtsakte von 1540 über die Klage einer Frau gegen einen Gast, der bei ihr Küchlein geholt und ihr dabei die Ehe versprochen habe. Dieser versicherte, eingeladen worden zu sein und nichts dergleichen versprochen zu haben. Mit Mandat vom 10.Februar 1599 verbot der Rat von Basel „das hin und wider Lauffen uf den Gassen und Küchlein holen“ in Stadt und Landschaft ganz.

Die Bezeichnung „Küchlein“ war Sammelbegriff für Pfannkuchenarten im Sinne von in der Pfanne , in ausgelassener Butter oder meist Schweineschmalz gebackenem Brand- oder Brühteig. So wird im 14. Jahrhundert über Krapfen (bildhafte Vorstellung von Kralle, Haken) und „Strauben“ (Anlehnung an die Vorstellung von straubigem, struppigem Haar) berichtet. In den Berichten ist die Verwendung von Zucker auffällig, war Zucker in kleinen Mengen doch ein Privileg für kirchliche und weltliche Prominenz. Auch überrascht die zur Fastenzeit verbotene Verwendung von Fett. Im ausgehenden Mittelalter hat möglicherweise die Ausrede „Vorschriften sind da, umgangen zu werden“ die Runde gemacht. In diesem Sinne konnte man Fastendispensien – sogenannte Butterbriefe  erlangen, womit der Genuss von Milchprodukten, Fleisch und tierischen Fetten erlaubt wurde.

1491 wurden die Fastengesetze erstmals etwas gelockert und Papst Julius III. (1550 – 1555) erteilte allen Christen Dispens für Butter bzw. Öl und Eier, Käse und Milch. Als Fastengetränk galt Starkbier (Fastenbier). Als einziges Getränk des Mittelalters für einfache Leute lieferte es Mönchen in der Fastenzeit die notwendige Energie für schwere körperliche Arbeit. Tee und Kaffee gab es noch nicht, Nicht (abgekochtes) Wasser war meist unhygienisch und Wein bot sich allein aus Kostengründen nicht als Alternative an. Allerdings blieb die Menge des Bieres pro Mönch streng limitiert.

Fastnachtsküchlein nach Berliner Art (Rezept aus unserer Zeit)

Zutaten: 750g Mehl, 60g Hefe, 125g Butter, 100g Zucker, 250ml Milch, abgeriebene Schale einer Zitrone, 1 Bittermandelaroma, 4 ganze Eier oder 6 Eigelbe,100g Zucke + 10g Zimt zum Bestreuen, Marmelade zum Füllen, Fett zum Ausbacken

Zubereitung: Hefe in lauwarmer Milch auflösen, mit Mehl einen Vorteig bereiten und 30 min. gehen lassen, restliche Zutaten zufügen, Teig kneten und 30 min. gehen lassen, den aufgegangenen Teig nochmals kneten, kleine Kugeln formen und in heißem Fett ausbacken, mit Marmelade füllen und in Zuckermischung wälzen

Lappenküchlein (Rezept aus dem 15. Jahrhundert)

Zutaten: 250g Mehl, 2 Eier, 1EL Zucker, 2 EL Sauerrahm, 1Pr. Salz, 500g Backfett

Zubereitung: aus allen Zutaten einen Teig kneten, auf einem Brett unter Zugabe von Mehl nicht zu dick und nicht zu dünn schmal in die Länge ziehen und kleine „Läppchen“ formen, an den Rändern wie Eichenblätter oder Lindenblätter einschneiden und in heißem Fett schwimmend ausbacken

Zusammengetragen von Carmen Lietzow           

Aufgesammelt:

 Wie viele Beziehungen wären glücklicher, wenn man den Partner genauso oft berühren würde wie sein Smartphone?

(Bild am Sonntag)


Beigesetzt:

Gerd Schöning 15. Sep. Weitendorf 75J

Erika Burmeister 20, Sep. Woldegk 77J

Christel Wätzhold17.Aug.Grauhgn 81J.

Irmgard Wodrich 17. Okt.Cantnitz 85 J

Elisabeth Fischer 9. Nov. Potzdam 96 J

Erika Stich 20. Dez. Wendorf 85 J.

Kurt Pruß 27. Dez Vorheide 79 J.

Michael Baumgartl 6. Dez. Wendorf 67J.

Hannelore Götz 14. Dez. Wrechen 73 J.


besondere Geburtstage :

rückseite250,60,70, 75+ über 80

Werner Siepert Woldegk 3. Okt. 83 J.

Kathi Lass Hinrichshagen 4. Okt. 50 J.

Hannelore Sass Ballin 6. Okt. 60 J.

Fischbuch Ulrich Bredenfelde 9.Okt. 87 J.

Blank Herta Bredenfelde 11. Okt. 87 J.

Edeltraud Baumann Bredenf. 11.Okt.90 J.

Uecker Gertrud Lichtenberg 15. Okt.85 J..

Silke Völz Oltschlott 19. Okt. 50 J.

Raimund Frank Cantnitz 21. Okt. 821 J.

Erich Bratz Ballin 28. Okt. 75 J.

Christa Koch Lichtenberg 31. Okt. 81 J.

Brigitte Fiedler Ballin 2. Nov. 60 J.

Taulien,ElfriedeBallin/BrgStg 05.Nov89J.

Schulz, Karl Grauenhagen 05.Nov 86 J.

Ristau, Ingeborg Bredenfelde 12.Nov92 J.

Noetzel Siegfried Hinrichhgn12.Nov. 85J.

Buhrtz, Gertrud Grauenhagen 16.Nov95 J.

Meyer Inge Rosenhagen  21. Nov. 82 J.

Czepluch Ingeborg Liberg. 28. Nov. 82 J.

Meyer Christel Lichtenbg. 1. Dez. 84 J.

Marlene Hinz Hinrichshgn 1.Dez. 80 J.

Stahl, Willy Wendorf 02. Dez 89 J. Lindhorst, Werner Hinhagen 06. Dez 91 J.

Brigitte Wollschläger Rehbg 10. Dez 80J.

Rauffmann, Angela Krumbeck11.Dez88 J.

Hubert Lietzow Hinrichshgn 12. Dez.81 J.

Christel Plambeck Brefeld. 16. Dez. 80 J.

Stich, Waltraud Bredenfelde 18. Dez 92 J.

Hildegard Hecht Neugtn. 19. Dez. 82 J.

Christel Ücker Lichtenbg.20. Dez. 82 J.

Helm Hanna Neugarten 22. Dez. 83 J.

Engelke, Lucie Ballin  24. Dez 90 J.

Stark, Eva  Krumbeck 25. Dez 91 J.

Bieske Christa Hinhgn. 25. Dez. 84 J.

Braun Loni Bredenfelde 30. Dez. 75 J.

Brandt, Gerdi Rosenhagen 31. Dez 90 J.

Schittek Egon Rehberg 1. Jan. 85 J.

Gerda Braun Bredenf. 1. Jan. 81 J.

Nickel Gisela Cantnitz 5. Jan. 84 J.

Harry Knebel Hinrhgn. 5. Jan. 82 J.

Peters, Herta Krumbeck 11. Jan 95 J.

Brose, Marie-Luise Wrechen 12. Jan 87J.

Ribbeck Joachim Lichtbg. 17. Jan. 82 J.

Splinter Analiese Rehberg 19. Jan. 83 J.

Fink Herta Bredenfelde 20. Jan. 83 J.

Käte Pletz Bredenfelde 25. Jan. 81 J.

Werthmann, Horst Ballin 26. Jan 86 J.

Benzin Gerhard Hinhgn 26.Jan. 84 J.

Michalik Ruthard Ballin 26.Jan. 83 J.

Horst Martens Cantnitz 29. Jan 81 J.

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Kleiderkammer:
Mittwochs 10:00 - 14:00 oder nach telf. Absprache

Christenlehre:
Donnerstags 16:00 in Bredenfelde

Büro:
Dienstags 9:00 -12:00

Gitarrenunterricht:
Donnerstags 17:00 in Bredf.

Handarbeitskreis:
Dienstags 14:00

Chor:
Donnerstags 19:00

 

Sie litten keinen Durst, als der HERR sie leitete in der Wüste. Er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen. (Jes.48,21) 

So sahen die Israeliten auf die Vergangenheit - so sei auch Ihr Blick dankbar zurück und froh voraus!

Herzliche Grüße und Segenswünsche aus dem Pfarrhaus
Ihre Bärbel & Siegfried Wulf