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22. Oktober 2017
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Krumbeck

1313 Krumbeke, 1319 Crumbeke, 1352 Krumbeke, 1624 Crumbecke, vielleicht so genannt nach dem vielgewunden Bach, der heute noch einen großen Teil der Gutsfeldmark umschließt und gegen Schlicht und Cantnitz die Grenze bildet.

Schon 1313 war  Krumbeck, zum Havelberger Bistum gehörig. Nach der Reformation findet sich Krumbeck in Bredenfelde eingepfarrt. Nach einer  wechselnden Geschichte wurde es 1781 endgültig Bredenfelde zugehörig.

Der Feldsteinquaderbau mit 1,4 m Mauerstärke aus dem 14. Jahrhundert war ursprünglich turmlos. Am Ostgiebel und an den Längsseiten befinden sich jeweils drei Fenster, die ehemalig nur als hochliegende schmale Schlitzfenster entsprechend dem Wehrcharakter des Gebäudes ausgeführt waren. Von den beiden Eingängen an der Südseite gibt es noch die Priestertür mit dem in einen Feldstein geritzten Weihekreuz. Um 1785 wurde an der Westseite der quadratische Turm angebaut. Der obere Teil ist nach einem Blitzeinschlag 1925 abgebrannt. Er wurde 1928 wieder aufgebaut und mit einem Satteldach bedeckt. Das untere Geschoss des Turmes ist in Feldstein ausgeführt und war verputzt.

1858 erfolgte die Errichtung der Grabkapelle vor der östlichen Giebelwand für den Patron Otto von Dewitz nach Plänen von Oberbaurat F. W. Buttel. Die ehemals an der Nordseite angebaute Sakristei wurde wegen Baufälligkeit abgetragen. Nur das Fundament und die niedrige vermauerte Türöffnung sind noch sichtbar. Nach Entwürfen von F. W. Buttel wurden 1862 auch die Kirche eingerichtet und der Kanzelaltar gestaltet.

Nach 1945 verfiel die Kirche. Die Gemeinde stemmte sich gegen den Verfall und erneuerte das Dach und den Ringanker in Eigenleistung. In der Zeit nach 1945 wurde die Kirche überwiegend von der katholischen Mehrheit des Ortes genutzt. Es war ein heizbarer Raum für Wintergottesdienste unter der Empore eingerichtet. Dieser wurde im Zuge der Restaurierung nach 1990 entfernt. Nach dem Einsturz der Zwischendecke in der Kirche war im Turmraum ein Gottesdienstplatz geschaffen. Bänke, Altar und Turmtreppe wurden ausgelagert bzw. einzelne Teile zerstört. Gottesdienste wurden im Turm gehalten. In den 90er Jahren begann der Wiederaufbau. Die Kirchengemeinde sanierte die Mauern und erneuerte den Dachstuhl und das Dach. Und in einer zweiten Bauphase nach Gründung des Fördervereins der Familie von Dewitz im Jahr 2000 wurde die Kirche vollständig restauriert.

2014 wurde der Riss im Turm geschlossen und der eiserne Glockenstuhl durch einen hölzernen ersetzt und in Nord-Süd-Richtung gedreht. Die Eisenträger hatten durch das Tageszeitläuten Schwingungen auf die Mauer übertragen. Zusätzlich sind drei Spannanker in den Turmebenen eingebaut worden.

2002 wurde das alte Patronat in Krumbeck durch die Familie von Dewitz wieder aufgenommen. Der alte Patronatsvertrag wurde aktualisiert.

Gottesdienste finden hier nur sporadisch statt.

Sehenswert ist im Ort der Linnè Park mit manchen Besonderheiten.

Rehberg

Als Ort war die Ersterwähnung 1496 (Reberghe), ab 1621 Rehberg.

Rehberg, zu dem Vorheide gehört, war schon immer Filialdorf der Kirche zu Hinrichshagen. . Zum Ort gehört noch eine alte Burganlage.

Die heutige Kirche ist 1741 gebaut worden und befindet sich wahrscheinlich auf dem Grund einer älteren, die im 30-jährigen Krieg vernichtet wurde.

Wir haben eine Fachwerkkirche mit einem achteckigen Altarraum. Der Turm ist ebenfalls ein Fachwerkbau. Seine erste Restaurierung erhielt er  1829.

An den Folgen des 2. Weltkrieges litt diese Kirche sehr. Innenmobiliar, Kanzelaltar, Orgel und manch Anderes wurden zerstört. Zeitweise war die Kirche ein Pferdestall.

Propst Schlie (Hinrichshagen) sorgte für die Wiedereinweihung und Nutzung.

Große Bauliche Mängel mussten in der Folge behoben werden.  Pastor Schwer (Hinrichshagen) sorgte in der DDR- Zeit für einige bauerhaltende Maßnahmen.

2002 konnte der "Schiefe Turm" zu Rehberg gerichtet werden. Der Turmhelm wurde abgenommen und das Fachwerk instandgesetzt. Das Wiederaufsetzen des Helms erweckte das Interesse nicht nur des Ortes, sondern auch des Fernsehens (NDR) es gibt dazu eine Videokassette.

Die Kirchengemeinde rang immer wieder um Fortsetzung des Baugeschehens. So wurden 2007 die Nord und Südwand saniert (sie drohten wegzubrechen). Ein Schwammbefall konnte ebenfalls beseitigt werden.

Doch das Hauptproblem bleibt: der Dachstuhl und das Dach. Durch den schiefen Kirchturm wurde das Gebälk der Kirche aus den Verankerungen gedrückt und verschoben.  Wie lange es hält ...? Für 2016 ist eine Sanierung geplant. Ein aktiver Dorfverein unterstützt die Kirchengemeinde.

Höhepunkt ist die Feier zum Erntedank für die ganze Kirchengemeinde.

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