Krumbeck


Schon 1313 war  Krumbeck, zum Havelberger Bistum gehörig. 1313 Krumbeke, 1319 Crumbeke, 1352 Krumbeke, 1624 Crumbecke, vielleicht so genannt nach dem vielgewunden Bach, der heute noch einen großen Teil der Gutsfeldmark umschließt und gegen Schlicht und Cantnitz die Grenze bildet. Nach der Reformation findet sich Krumbeck in Bredenfelde eingepfarrt. Nach einer  wechselnden Geschichte wurde es 1781 endgültig Bredenfelde zugehörig.

Blick auf die Kirche und das GrabkapelleDer Feldsteinquaderbau mit 1,4 m Mauerstärke aus dem 14. Jahrhundert war ursprünglich turmlos. Am Ostgiebel und an den Längsseiten befinden sich jeweils drei Fenster, die ehemalig nur als hochliegende schmale Schlitzfenster entsprechend dem Wehrcharakter des Gebäudes ausgeführt waren. Von den beiden Eingängen an der Südseite gibt es noch die Priestertür mit dem in einen Feldstein geritzten Weihekreuz. Um 1785 wurde an der Westseite der quadratische Turm angebaut. Der obere Teil ist nach einem Blitzeinschlag 1925 abgebrannt. Er wurde 1928 wieder aufgebaut und mit einem Satteldach bedeckt. Das untere Geschoss des Turmes ist in Feldstein ausgeführt und war verputzt. 1858 erfolgte die Errichtung der Grabkapelle vor der östlichen Giebelwand für den Patron Otto von Dewitz nach Plänen von Oberbaurat F. W. Buttel. Die ehemals an der Nordseite angebaute Sakristei wurde wegen Baufälligkeit abgetragen. Nur das Fundament und die niedrige vermauerte Türöffnung sind noch sichtbar. Nach Entwürfen von F. W. Buttel wurden 1862 auch die Kirche eingerichtet und der Kanzelaltar gestaltet.

Blick auf den AltarNach 1945 verfiel die Kirche. Die Gemeinde stemmte sich gegen den Verfall und erneuerte das Dach und den Ringanker in Eigenleistung. In der Zeit nach 1945 wurde die Kirche überwiegend von der katholischen Mehrheit des Ortes genutzt. Es war ein heizbarer Raum für Wintergottesdienste unter der Empore eingerichtet. Dieser wurde im Zuge der Restaurierung nach 1990 entfernt. Nach dem Einsturz der Zwischendecke in der Kirche war im Turmraum ein Gottesdienstplatz geschaffen. Bänke, Altar und Turmtreppe wurden ausgelagert bzw. einzelne Teile zerstört. Gottesdienste wurden im Turm gehalten. In den 90er Jahren begann der Wiederaufbau. Die Kirchengemeinde sanierte die Mauern und erneuerte den Dachstuhl und das Dach. Und in einer zweiten Bauphase nach Gründung des Fördervereins der Familie von Dewitz im Jahr 2000 wurde die Kirche vollständig restauriert. 2014 wurde der Riss im Turm geschlossen und der eiserne Glockenstuhl durch einen hölzernen ersetzt und in Nord-Süd-Richtung gedreht. Die Eisenträger hatten durch das Tageszeitläuten Schwingungen auf die Mauer übertragen. Zusätzlich sind drei Spannanker in den Turmebenen eingebaut worden. 2002 wurde das alte Patronat in Krumbeck durch die Familie von Dewitz wieder aufgenommen. Der alte Patronatsvertrag wurde aktualisiert. Gottesdienste finden hier nur sporadisch statt. Sehenswert ist im Ort der Linnè Park mit manchen Besonderheiten.


Patronatsvertrag

 

Nachfolgend wird folgender Patronatsvertrag veröffentlicht.

Schwerin, 3. Juni 2002

Der Oberkirchenrat Rausch Oberkirchenrat Vertrag zwischen der Evangelisch-Lutherischen Kirche zu Krumbeck, vertreten durch den Kirchgemeinderat, und Isabelle Kühne-v. Dewitz, Friederich-Karl Kühne, Lothar v. Dewitz für die Familie von Dewitz, im folgenden: Patrone, über die Regelung der Patronatsverhältnisse an der Kirche zu Krumbeck

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