Wrechen


1575 Burg Wrechen, 1577 Wrechem (Polnisch: Wierch=Berg. (Kühnel.))

Wrechen BurgAus dem Mittelalter fehlen Nachrichten. Es wird aber hier eine selbstständige Pfarre gewesen sein, obwohl schon am Anfang des 18. Jahrhunderts weder Kirch- noch Pfarrhufen nachweisbar sind. Jedenfalls ist Wrechen seit dem Dreißigjährigen Kriege immer als Dagante behandelt, nacheinander von Bredenfelde, Weggun, Göhren und nun wieder von Bredenfelde versorgt. Bis zum Bau der Kirche 1827 durch die Familie Seip wurden die Gottesdienste in unterschiedlichen Gebäuden, zuletzt in einem alten Wohnhaus gegenüber der Schäferei gehalten. Am 16. November 1834 wurde dann die Kirche, ein turmloser Fachwerkbau auf einem 2 m hohen abgesetzten Felsensockel, eingeweiht. An der befand sich eine Vorhalle aus Feldsteinen.

1859 wurde das Erbbegräbnis der Familie Seip errichtet. Der Entwurf stammt vermutlich von Oberbaurat. F. W. Buttel, nach dessen Plänen 1840 auch das Gutshaus errichtet wurde. Das Erbbegräbnis ist in klassizistischem Stil gehalten, ausgeführt in Zyklopenmauerwerk. 1929 wurde nach dem Tod des Gutsbesitzers Erwin Seip das Gut verkauft, das Erbbegräbnis leer geräumt und die Gebeine der Verstorbenen auf den Friedhof umgebettet.

Blick auf den GlockenstuhlDie Kirche selbst wurde in den letzten Kriegswochen 1945 stark beschädigt und eine Wiederherstellung erschien sehr aufwändig. Erhalten geblieben ist der kleine freistehende Glockenturm mit Bronzeglocke und Inschrift: „Carl Ludwig Seip 1834 Der Kirche zu Wrechen geschenkt von Caroline Bornemann, geb. Seip 1834“. Der Oberkirchenrat entschloss sich 1950 aus Kostengründen die Kirche abzutragen und das ehemalige Erbbegräbnis der Familie Seip als Kirche einzurichten. Der Windelboden wurde abgebrochen und eine neue Holzdecke eingezogen. Wiederverwendung fanden der Kanzelaltar aus der Kirche mit seinem viereckigen Kanzelrumpf und das Gestühl.

 

Blick auf den AltarBis zum Beginn der notwendigen Renovierungsarbeiten 1995 wurde die „neue“ Kirche regelmäßig für Gottesdienste genutzt. Ungeklärte Eigentumsverhältnisse machten Renovierungsarbeiten an der Kapelle zunichte. Erst auf betreiben der Familie Käthow aus Bremen (Frau Käthow ist eine Nachfahrin der Familie Seip) wurde hier Klarheit geschaffen und Gelder für die Instandsetzung ein geworben. Spenden (besonders Fam. Käthow), Stiftungsgelder und Kirchenmittel, sowie weitere Zuwendungen ermöglichten den Bau. 2009 wurde die Kapelle durch Bischof v. Maltzahn wieder eingeweiht. Auch hier finden von April bis Nov. Gottesdienste statt. Ebenso vereinzelt Trauungen im Zusammenhang mit dem Kulturgut Wrechen. Wrechen hat eine besonders reizvolle Landschaft, durch Wald, See und Umland.


Termine Wrechen

Gottesdienst in Wrechen
am 29.10.17 um 10:00