Kirchengemeinde Bredenfelde

Gemeindebrief IV-2018

 

 

 

 

Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.                                                  Jesaja 41, 10

 

Herbst

Da fallen einem gleich Bilder dazu ein: Goldener Oktober mit strahlendem Sonnenschein, wunderbare Farbenpracht der Bäume und Sträucher, reife Kastanien zum Basteln, Ernte... und natürlich Erntedank.

Aber auch das ist Herbst: Trübe Tage, Regen, grauer nebliger November, kühl, ungemütlich, stürmisch... passend dazu das Ende des Kirchenjahres mit dem Ewigkeitssonntag.

Es ist erstaunlich, was einem so einfällt, wenn man an den Herbst denkt. Eigentlich sagt man Herbst des Lebens, wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat. Aber ich denke, dass man diese Bilder, die ich beschrieben habe auch als Gleichnis für die positiven und schönen und andererseits für die negativen und nicht so tollen Seiten des Lebens nehmen kann.

Denn auch das kennt jeder: Hochzeit, Geburt eines Kindes, Traum­job, endlich ins lange erarbeitete Haus ziehen...

Und auf der anderen Seite: Arbeitslosigkeit, schwere Krankheit oder der Tod eines lieben Menschen...

Es gibt in jedem Leben Höhen und Tiefen, Gutes und Schlechtes. Umso wichtiger ist da ein solcher Bibelvers, wie er auf dem Titelblatt steht. Egal was geschieht, ob wir vor Glück einen Höhenflug machen oder voll Traurigkeit in der Ecke sitzen: Gott sagt dir ganz persönlich zu: Ich bin mit dir! Das ist ein ganz wunderbares Versprechen. Der Schöpfer des Himmels und der Erde, der große Gott ist mit dir, du bist nicht allein! Und wenn es einem gerade nicht so gut geht: Ich stärke dich, ich helfe dir auch...

Wir brauchen uns in unserem Leben nicht zu fürchten, auch wenn wir nicht wissen, was auf uns zukommt, ob ganz persönlich oder auch für unsere Kirchen­gemeinde: Gott ist ja mit uns und stärkt und hilft uns.

Und nicht zuletzt ist in diesem Vers noch ein wunderschönes Bild enthalten: Ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. In der linken Hand haben zu der Zeit, in der Jesaja gelebt hat, die Kämpfer ihren Schild gehalten. Also sind wir mit der rechten Hand Gottes gehalten, damit er mit der linken Hand den Schild vor uns halten und uns schützen kann. Ich glaube einen besseren Schutz kann niemand haben.

Liebe Grüße aus Ballin Ina Hofstetter

 

Liebe Gemeindemitglieder und Freunde der Kirchengemeinde Bredenfelde,

schon haben wir Oktober und wie auf unserem herrlichen Titelbild zu sehen, leuchtet die Natur in allen Farben, wie auch unser Gemeindeleben bunt und farbenfroh ist.

Ein heißer Sommer mit seiner bunten Urlaubszeit liegt hinter uns. Für die einen war der Sommer das Beste und schönste, was es im Jahr gibt, für die Landwirtschaft das Desaster überhaupt. Die lange Trockenheit für jeden Kleingärtner unerträglich.

Für die vielen lobenden Worte zu unserem letzten Gemeindebrief bedanken wir uns recht herzlich. Sie machen uns Mut in unserer Arbeit, zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind Gemeindeleben zu gestalten.

Seit dem 15. August ist Frau Markowsky unsere Vakanz Pastorin. Gemeinsam haben wir den Schulanfangsgottesdienst in Bredenfelde mit Ihr und den Schulkindern gefeiert und einen Gottesdienst in Ballin. Leider ist es in der Vakanz nicht möglich, viele Gottesdienste durch einen Vertretungspastor zu bekommen. Es sind nur 2 Gottesdienste möglich. Bei 9 Kirchen sind wir in 4 Monaten alle 1-mal dran. So ist neues Kirchenleben in unserer Gemeinde. Wir sind auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, nur die sind nicht immer gleich erfüllbar. Der Erntedankgottesdienst war ein Beispiel. Herr Schrötter, Pastor i. R., kam aus Klein Vielen, um mit uns diesen Gottesdienst zu feiern. Eine schöne und wirklich wundervoll geschmückte Kirche rundete diesen Gottesdienst ab. Vielen Dank an Herrn Brüssow aus Rehberg, der uns jedes Jahr wieder mit seinen Ideen so viel Freude bereitet. Danke sagen wir als KGR an dieser Stelle den fleißigen Helfern beim Auf- und Abbau des Trödelmarktes, den Kuchenbäckern und den Spendern, die den Trödelmarkt erst möglich machen.

Nicht mehr lange und das nächste steht auf dem Programm. Am 27. Oktober laden wir zum Konzert der Chöre Bredenfelde, Wolfshagen und Woldegk nach Bredenfelde ein. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus und es können Stauden oder viele andere Dinge getauscht oder gegen eine kleine Spende erworben werden. Es gibt eine Bastelstraße für Groß und Klein.

Am 31. Oktober, dem Reformationsfest, findet ein Gottesdienst um 10.00 Uhr in Grauenhagen mit Frau Markowsky statt und in Bredenfelde im Gemeindehaus ab 14.00 Uhr eine Andacht mit Film, Kaffee und Reformationsbrötchen. Sie sind alle herzlich eingeladen zu entdecken auf welchen Weg sich unsere Gemeinde macht. Vielleicht ein steiniger und ungewohnter Weg, wie vor 501 Jahren. Am 24. 11. 2018 findet ab 15.00 Uhr das alljährliche Adventskranzbinden im Gemeindehaus Bredenfelde statt.

Am 10. November gibt es für die kleinen und großen Gemeindemitglieder einen Gottesdienst der besonderen Art, den Martinstag wollen wir feiern mit kleinen Überraschungen.

Am 2. Dezember findet in Krumbeck ab 16.00 Uhr ein Adventssingen statt. Am 4.Dezember haben wir in Bredenfelde den Strasburger Chor zu Gast. Genaue Uhrzeiten und Einladungen gibt es in den Schaukästen der Gemeinde zu lesen.

Besonders zu beachten: Es gibt unseren Gemeindebus und man kann abgeholt werden. Bitte nur im Gemeindebüro melden.

Natürlich besteht unser Gemeindeleben nicht nur aus Feiern. Es gibt viele Probleme, denen sich der KGR zu stellen hat. Auf den Friedhöfen gibt es ständig die gleichen Probleme mit unseren großen Bäumen. Kein leichtes Unterfangen, das wir nur gemeinsam mit allen Beteiligten lösen können. Es wäre schön mehr Unterstützung und Unterstützer dafür zu finden. Wir sind immer auf der Suche nach Ideen und Helfern. Trauen Sie sich und lernen unsere Gemeinde anders kennen als bisher. Gemeinsam sind wir auf einem guten Weg.

Noch eine Anmerkung zum Kirchengeld. Das Geld ist für die Kirchengemeinde Bredenfelde. Das Kirchgeld kann wie jedes Jahr auch im Gemeindebüro bezahlt werden. Dienstag oder am Mittwoch zu den Öffnungszeiten.
Evelyn Küter

 

Vom Wolf und Lämmlein

Ein Wolf und ein Lämmlein kamen von ungefähr beide an einen Bach, um zu trinken. Der Wolf trank oben am Bach, das Lämmlein aber fern unten. Da der Wolf des Lämmleins gewahr ward, lief er zu ihm und sprach: »Warum trübest du mir das Wasser, dass ich nicht trinken kann?« Das Lämmlein antwortet: »Wie kann ich dir das Wasser trüben; trinkst du doch über mir und möchtest es mir wohl trüben!« - Der Wolf sprach: »Wie, fluchst du mir noch dazu?« Das Lämmlein antwortete: »Ich fluche dir nicht.« - Der Wolf sprach: »Ja, dein Vater tat mir vor vor sechs Monden auch ein solch`s.« Das Lämmlein antwortet: »Bin ich doch dazumal noch nicht geboren gewest, wie soll ich (es) meinem Vater entgelten?« Der Wolf sprach: »So hast du mir aber meine Wiesen und Äcker abgenaget und verderbet.«

Das Lämmlein antwortet: »Wie ist, das möglich, habe ich doch ( noch ) gar keine Zähne!«

»Ei«, sprach der Wolf, »und wenn du gleich viel ausreden und schwätzenkannst, will ich dennoch heute nicht ungefressen (ohne Fressen) bleiben« Und würgte also das unschuldige Lämmlein und fraß es.

Lehre: Der Welt Lauf ist: Wer fromm sein will,, der muss leiden, sollt man eine Sache vom alten Zaun brechen. Denn Gewalt geht vor Recht. Wenn man dem Hunde zu willen (ist), so hat er das Leder gefressen. Wenn es nach dem Willen des Wolfes geht, so ist das Lamm im Unrecht.

(Quelle: Martin Luther Fabeln )

 

600 Jahre Bredenfelde?

Mit einem schönen Umzug und Fest wurde vor einigen Wochen in Bredenfelde das 600jährige Dorfjubiläum gefeiert. 600 Jahre - was für ein beeindruckender Zeitraum, bedenkt man, welche Entwicklungen inzwischen Mensch und Welt genommen haben, in der Kultur, der Wissenschaft, der Naturbeherrschung, der Technik...

Schon die Namen unserer Urgroßeltern zu benennen fällt uns manchmal schwer, und da ist es erst 100-150 Jahre her, dass sie das Licht der Welt erblickten. 600 Jahre leben, leiden, lieben in Bredenfelde...

Doch halt!

Auf der Homepage unserer Gemeinde lesen wir: "Die Kirche in Bredenfelde stammt aus dem 13. Jahrhundert." Wie kann das sein? Das 13. Jahrhundert ging doch von 1200-1299, und das war lange vor 1418, dem Jahr, das für die Dorffeierlichkeiten im Zentrum stand. Manchmal wird bei der Bredenfelder Kirche auch von einem "frühgotischen Feldsteinquaderbau aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts" gesprochen, aber auch das liegt weit vor 1418.

Wahrscheinlich wissen Sie es alle: Wenn wir Dorf- oder auch Stadtjubiläen feiern, so erinnern wir zumeist nicht an den Tag, an dem die Ansiedlung gegründet wurde, sondern an die erste URKUNDLICHE ERWÄHNUNG derselben. In unseren Köpfen spukt zwar noch die Vorstellung: Aha, Bredenfelde ist also 600 Jahre alt! Aber tatsächlich weiß in der Regel niemand, wer den ersten Stein gelegt hat, wann das erste Haus gebaut wurde. Eine Ausnahme bilden planvolle Ansiedlungen, wie es z.B. für Neustrelitz 1733 der Fall war, einer Stadt, die nach dem verheerenden Brand in (Alt-)Strelitz auf herzoglichen Befehl gegründet worden war. Im Jahre 1418 wurde also das Dorf Bredenfelde erstmals in einer Urkunde erwähnt. Damals schenkte der Adlige Dietrich von Dewitz einem Vikar an der Kapelle der 11.00 Jungfrauen der Neubrandenburger Marienkirche einen jährlichen Geldbetrag, die ein Peter Schröder aus BREDENFELDE, der Besitzer einer Kate, als Pachtabgabe zu leisten hatte. Die erste Erwähnung von Bredenfelde - da stand aber die Kirche schon längst! Bredenfelde ist also wesentlich älter als 600 Jahre. Der erste Bauernhof wurde wohl sogar noch vor der Kirche errichtet. Dann folgten weitere Gehöfte und schließlich unsere schöne, mächtige Feldsteinkirche. Und erst wesentlich später wurde das Ganze aktenkundig, bei Dietrich von Dewitz und Peter Schröder.

Man kann diese Geschichte - erst die Kirche, dann die Erwähnung des Dorfes - vielleicht auch so deuten: Wohin Du auch kommst, Gott ist schon da. Er wartet auf Dich. Nimm ihn an, und so wirst Du Dein Dorf, Deine Stadt, deine Heimat finden.

Dr. Sebastian Prüfer



Neuigkeiten aus unserer Kleiderkammer

Wir sind umgezogen!

Seit dem 29.08.2018 stehen unsere Türen im Pfarrhaus Bredenfelde jeden Mittwoch von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr für alle, die Wäsche, Kleidung, Hausrat, …. Benötigen, aber auch für Begegnung und Austausch miteinander offen.

Jetzt, da sich die alten Räumlichkeiten der Kleiderkammer leeren, wird erkennbar, in welchem Umfang saniert werden muss. Die Größte und Kostenintensivste Baustelle wird die Heizung sein. Die Planung hierfür liegt in fachkundigen Händen.

Die alten Holzfenster und Holztüren benötigen dringend von Innen und Außen, einen neuen Anstrich. Wer kann uns dabei noch vor dem Winter helfen?

Für den endgültigen großen „Kehraus“ der alten Räumlichkeiten treffen wir uns am 10.11.2018 um 09:00 Uhr zum Arbeitseinsatz in Bredenfelde und hoffen auf viele helfende Hände. Für Imbiss und warme Getränke wird gesorgt sein.

Kleider-, Wäsche- und hausratsspenden können

                   Die 09:00 Uhr – 12:00 Uhr

                   Mi 10:00 Uhr – 13:00 Uhr und 16:30 Uhr - 17:30 Uhr

Im Gemeindehaus Bredenfelde abgegeben werden oder nach telefonischer Absprache.

Carmen Lietzow

 

Engel des Trostes

Komm, Engel des Trostes, du mit dem zarten lächeln,

dass Erinnerungen zaubert an erfüllte Stunden.

Komm, Engel des Trostes, du mit dem Sinn für das, was hilft:

das Aufstehen am Morgen, das Bad am Abend,

das Essen und Trinken, das Weitermachen mit Gewohntem,

der Sparziergang im Garten oder draußen im Feld.

Komm, Engel des Trostes, du mit den leisen Worten,

die Ermutigen zum nächsten Schritt und zum jedem ersten Mal ohne DICH

  • ein ganzes Jahr das Einüben in Neues.

Komm, Engel des Trostes, du mit dem sanften Blick

auf meine Tränen und meinen Schmerz, auf meinen Rückzug und

meine Kontaktversuche, auf mein Grübeln und meine Gestrigkeit,

auf mein erstes Mich-wieder-Freuen am Leben.

Komm, Engel des Trostes, Ich buchstabiere das Leben neu

und dem Glauben und brauche dich so sehr!

(von Ida Lamp)

 

Unser Chor im Herbst

Wir haben die Trauung von Marianne und Detlef besungen. Und es war ein wunderschöner Gottesdienst in Rehberg, sogar mit Orgel und Querflöte. Manchmal staunt man, was so alles in unserer Region schlummert!

Zum Erntedank, wieder in Rehberg, erklang ein mächtiger Gemeindegesang. Die rekonstruierte Kirche macht schon Freude.

Und weil wir nie genug bekommen, geht´s in den Proben mit Volldampf auf den 27.10., das Staudenfest in Bredenfelde, zu. Zwei gemeinsame Proben mit dem Woldegker Chor sollen uns auf unser kleines Konzertchen mit der Wolfshagener Singegruppe vorbereiten.

Auch Weihnachten wollen wir mit den Christenlehrekindern gemeinsam einen Gottesdienst gestalten. Ideen haben wir schon.

Wenn doch nur das Arbeitsleben nicht so viel Zeit auffressen würde!

Ina Kopperschmidt

Alles auf einen Blick

Christenlehre:                  Donnertag in Schulzeiten 16:00 Uhr

Chor:                                 Mittwoch 19:00 Uhr

Handarbeitskreis:            Dienstag 14:00 Uhr

Kleiderkammer:               Mittwoch 10:00 Uhr – 13:00 Uhr

(Pfarrhaus)                        und nach telefonischer Absprache

Sprechzeiten Gemeindebüro:

Dienstag 09:00 Uhr – 12:00 Uhr

Mittwoch 16:30 Uhr – 17:30 Uhr

Telefon 03964/ 210236

Friefhofsverwaltung in Bredenfelde

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pastorin Manuela Markowsky

Telefon 03963/ 210326

 

Für Kids

„Sag´ mal, glaubst Du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling.

„Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden für das, was draußen kommen wird, vorbereitet“, antwortet der andere Zwilling.

„Ich glaube, das ist Blödsinn!“ sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?“

“So ganz weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“

„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“

„Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“

„Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende, Punktum.“

„Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden, und sie wird für uns sorgen.“

„Mutter???? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist Sie denn bitte?“

„Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!“

„Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“

„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt.“