Kirchengemeinde Bredenfelde

Gemeindebrief II / 2019


 

 

Wie lange, O HERR, rufe isch schon, ohne dass du hörst! Ich schreie zu dir wegen des Unrechts, und du hilfst nicht. Warum lässt du mich Bosheit sehen und schaust dem Unheil zu? Habakuk1,2-3

 

 

Einfach so mit Gott reden – geht das?

Haben Sie schon einmal versucht zu beten, aber Sie waren sich unsicher, ob Sie die richtigen Worte finden? Darf man das überhaupt – einfach so – mit Gott reden, oder braucht man bestimmte Formeln, wie zum Beispiel das >>Vaterunser<<?

Als ich den Tagesvers las, war ich fasziniert davon, wie Habakuk sich traut, mit Gott zu reden. Können Sie, wie ich, den Vorwurf heraushören? Wenn Sie einen ruhigen Moment haben, lesen Sie den Tagesvers mal laut vor. Habakuk bringt seine laute Klage vor Gott und macht ihm Vorwürfe. Darf er das? Beim Lesen wurde ich an meine Kinder erinnert. Die machen sich manchmal reichlich wenig Gedanken darüber, wen sie vor sich haben; und wenn sie frustriert oder ärgerlich sind, dann schreien sie auch schon mal die eigenen Eltern an. Natürlich ist es ein Unterschied, ob das aus Verzweiflung oder einfach aus Respektlosigkeit geschieht.

In der Bibel können wir lesen, dass Gott wie ein Vater zu uns sein will. Im zweiten Kapitel des Buches Habakuk lesen wir Gottes Antwort auf diese Vorwürfe. Erstaunlicherweise ist Gott weder zornig, noch weist er Habakuk wegen der unangemessenen Anrede zurück. Gott antwortet ganz ruhig und gibt ihm sogar noch ein großartiges Versprechen: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“

Warum ist das so? Ich denke, Gott sieht, dass Habakuks Vorwürfe aus einer tiefen Verzweiflung entstanden sind. Genauso, wie ein Vater sein verzweifeltes Kind nicht rüde abweisen würde, weist Gott Habakuk nicht ab, sondern erklärt ihm seinen Plan wie ein liebender Vater seinem Sohn. Das ermutigt mich sehr. Ich darf zu Gott kommen, wie ich bin, und ihm alles einfach im Gebet vor die Füße werfen. Dazu brauche ich keine Formel, sondern kann frei reden, weil er mein Vater ist.

Anne Paschke aus „Leben ist mehr“ – 18.04.2018

 

Liebe Gemeindemitglieder und Freunde der Kirchengemeinde Bredenfelde,

Der Frühling ist da. Überall ist er zu entdecken und an manchen Tagen zeigt er sich schon als Sommer. Für die einen ist es ein Grund zur Freude, für die anderen ein Grund zum Klagen, wie immer.

Nein – nicht wie immer. Es gibt immer wieder schöne neue Dinge zu entdecken und zu erleben.

Am 1.März haben wir den Weltgebetstag in unserer Gemeinde gefeiert – eine schöne Tradition und doch jedes Jahr ganz anders. Wir haben uns sehr gefreut, dass es immer mehr Menschen gibt,die diesen Tag in unserer Gemeinde erleben möchten, d.h. nicht nur erleben, sondern auch Mitkochen und Vorbereiten oder die Räume gestalten.

Es ist erstaunlich, wie schnell Probleme gelöst werden können. Vielen Dank an alle, die gekocht haben. Danke auch an Frau Kopperschmidt für den Vortrag über Slowenien. Wir freuen uns schon auf den Weltgebetstag im nächsten Jahr – 2020 lernen wir die Frauen in Simbabwe kennen. Vielleicht merken Sie sich den 6.März 2020 schon mal vor und bringen Freunde und Bekannte einfach mit.

Seit Januar ist Herr Zobel unser Pastor und wie der Eine oder Andere schon bemerkt hat, haben wir in der Regel 2 – 3 Gottesdienste im Monat. Unsere Lektoren und Herr Dr. Prüfer bereichern unseren Gottesdienstplan mit der Gestaltung von Andachten. Wir sind bemüht, jede Kirche / Kapelle in unserer Kirchengemeinde bei der Aufteilung zu bedenken. In einigen Kirchengemeinden ist es aufgrund der zu geringen Anzahl der Gottesdienstbesucher längst nicht mehr selbstverständlich, jede Dorfkirche für Gottesdienste / Andachten zu nutzen. Oft werden nur noch zentrale Gottesdiente angeboten. Wir stellen uns damit einem zunehmenden „Trend“ entgegen, der, weitergedacht die Fragen aufkommen lässt: Wozu müssen auf den Dörfern die Kirchen erhalten, unterhalten und restauriert werden, wenn sie nicht genutzt werden? Wozu werden unsere kulturhistorischen Orgeln restauriert, wenn sie nie erklingen? Besuchen Sie unsere Gottesdienste und Andachten – beim anschließenden Kirchenkaffee bietet sich Gelegenheit für Fragen, Gespräche und Austausch.

Am 16. Juni 2019 findet unser Seegottesdienst am Lichtenberger Badestrand statt. Vielleicht gibt es noch Unentschlossene, die sich gern taufen lassen wollen – eine super Gelegenheit. Anmeldungen sind jederzeit möglich.   

Der Posaunenchor aus Burg Stargard wird wieder mit dabei sein und auch für Kuchen, Bratwurst, Räucherfisch und Getränke wird wie immer gesorgt.

Sollte jemand Lust haben, uns bei unseren Vorhaben zu unterstützen oder mit zu gestalten, kann ich nur sagen: „Jeder ist herzlich willkommen, trauen Sie sich“.

Im April und Mai werden wir weitere Gespräche mit der Kirchengemeinde Alt Käbelich zur Bildung eines Pfarrsprengels führen. Durch die Kirchengemeinde Alt Käbelich sind dazu schon einige Vorbereitungen getroffen worden. Wir werden zu einer öffentlichen Gemeindeversammlung einladen und genauer darüber informieren.

Die Friedhöfe unserer Kirchengemeinde werden ab heute im Gemeindebrief thematisiert und in den Nächsten fortgesetzt. Zurzeit erarbeiten wir eine neue Friedhofsordnung, in der häufig an uns herangetragene Fragen zu Vorsorge, Friedhofgestaltung und Grabarten beantwortet werden sollen.

Es gibt Neuigkeiten über unsere Orgeln in Cantnitz und Hinrichshagen:

Beiden Orgeln wurde das „Innenleben“ ausgebaut und in die Orgelwerkstätten transportiert. Dort wird in den nächsten Monaten restauriert. Die Fertigstellung ist für Ende November 2019 geplant. Wir bitten um Ihre Unterstützung durch eine Spende. Bis jetzt können wir nur ca. ein Viertel des zu leistenden Eigenanteils aufbringen.

Im September wollen wir in unserer Gemeinde Goldene und Diamantene Konfirmation feiern und sind auf der Suche nach den Konfirmanden aus den Geburtsjahren: 1942/43 und 1953/54. Bitte melden Sie sich, helfen Sie uns bei der Kontaktaufnahme zu weggezogenen Mitschülern, wir wollen niemanden vergessen.

Termin wird der 29.September 2019 in Bredenfelde sein.

     Evelyn Küter

      1. Vorsitzende

 

Die Friedhöfe unserer Kirchengemeinde

Über Friedhöfe, deren Umgestaltung, Schließung, neue Trends in der Grabgestaltung und Bestattungskultur wird derzeit überall debattiert, in Zeitungen berichtet, werden Ausschüsse gebildet, um Gutachten zu erstellen und Forderungen nach Änderungen zum Bestattungsgesetz werden zum Politikum. Jetzt kommen wir damit auch noch an. Tatsächlich ist es auch für unsere Kirchengemeinde drängend und unumgänglich geworden, uns mit diesen Themen auseinander zu setzen.

Wir möchte Sie in diesem und den nächsten Gemeindebriefen mit auf den Weg nehmen, über anstehende Veränderungen und Prozesse der Umgestaltungen informieren und an uns herangetragene Fragen beantworten.

Unsere Kirchenfriedhöfe stehen allen Menschen – Christen und Nichtchristen offen. Es sind auch für alle Menschen dieselben Grabstellen und Bestattungsformen lt. unserer jeweils geltenden Friedhofsordnung möglich. Sie sind ein geschützter Raum, der Verstorbenen in Liebe zu gedenken und die Erinnerung zu pflegen. So sind sie auch Orte der Lebenden, bieten Möglichkeit zur Begegnung mit anderen Trauernden, zur Einkehr in Stille und Frieden. Jeder kann hier an ein Grab treten, Blumen niederlegen, seinem Verlust und seiner Trauer Richtung geben. Der Tod scheint in der heutigen, schnelllebigen  Gesellschaft keinen Platz zu haben. Alles damit verbundene wird häufig ausgeblendet, findet nicht statt, bis man der Auseinandersetzung damit - aufgrund von persönlichem Betroffensein -  nicht mehr ausweichen kann.

Unserer Kirchengemeinde ist Träger von neun Friedhöfen, die in der Regel über Gebühren finanziert werden müssen.

Da es in unseren Einzugsbereichen jeweils einen zentralen kommunalen Friedhof gibt, bestehen für die Kommunen keine rechtlichen Pflichten, unsere Kirchenfriedhöfe bei drohenden oder vorhandenen Defiziten mitzufinanzieren.  Große freie Flächen und viele Lücken in den Gräberreihen bestimmen das Bild unserer Friedhöfe und bedeuten einen deutlichen Rückgang der zur Erhaltung erforderlichen Gebühren. Diese Flächen müssen als Teil der Friedhöfe trotzdem gepflegt werden. Es entstehen Kosten, die durch die geringen und rückläufigen Gebühren nicht mehr getragen werden können.

Ein ebenso großes Problem stellt die immer häufiger genutzte Möglichkeit der Rasengrab-Umwandlung dar, die es lt. unserer Friedhofsordnung nicht gibt. Durch diese Umwandlung wird die Pflege einer Grabstelle und damit verbundene Kosten aus verschiedenen Gründen an den Friedhofsträger – also an die Gemeinde abgegeben.

Ein weiteres kostspieliges Ärgernis stellt die scheinbar gedankenlose Müllentsorgung auf den Friedhöfen dar. Blumentöpfe, Kunststoffblumen, Styropor…gehören nicht auf die Komposthaufen und müssen kostenpflichtig aussortiert werden.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den fleißigen Händen, die auf einigen unserer Friedhöfe diese Arbeit übernehmen. Auf diesen Defizit-Berg kommt dann noch die Pflege der in die Jahre gekommenen Bäume auf unseren Friedhöfen. Die Pflege / Sicherung eines großen Baumes schlägt mit einem vierstelligen Betrag zu Buche.

Es ist sehr gut nachvollziehbar, wenn sich Kirchengemeinden entscheiden, ihre Friedhöfe zu schließen.

In Zusammenarbeit mit der Kirchenkreisverwaltung erarbeiten wir ein Konzept zur Erhaltung unserer Friedhöfe. Einschneidende Veränderungen werden dabei unumgänglich sein. Es wird Teilschließungen auf den Friedhöfen geben. Dies stellt einen Verwaltungsakt dar und bedeutet, dass große ungenutzte Flächen für Bestattungen nicht mehr zur Verfügung stehen. Nach Ablauf aller Ruhefristen und angemessener Pietätsfrist kann die Fläche als Friedhof entwidmet werden, kann jedoch bis dahin bei erneutem Bedarf wieder als Friedhofsfläche in Nutzung genommen werden.

Das alles erfordert intensive Beratung, sorgfältige Planung und wird nicht über Nacht beschlossen. Eine kurzfristige Entlastung der Friedhöfe ist auf diesem Weg nicht möglich. Um trotzdem Kosten zu reduzieren, werden die großen ungenutzten Flächen auf den Friedhöfen bis Ende Mai einmal gemäht und bleiben dann bis Oktober als Wildblumenwiesen stehen. Wir bitten um Verständnis, dass ab 1.Mai 2019 keine Umwandlung in Rasengräber mehr stattfindet – bis die neue Friedhofsordnung entsprechend angepasst, beschlossen und vom Kirchenkreis genehmigt wird.

Carmen Lietzow

De Katt mit Rad

 

Een Katt leeg slaperg up ehr Matt.

Ehr Buuk weer full. Se weer so satt.

Do reep de Kater: „Pussikatt,

fahrst du mit mi na d‘ Stadt mit Rad?“

Do see de Katt: „Ik fleut di wat,

ik gah gliek eerst in’t Hallenbad

un denn snapp ik mien Mountain-Rad

un fahr alleen mit Rad na d‘ Stadt.“

Na’t Baden steeg de Katt up’t Rad.

Dat regen un dat Padd wurr glatt.

Do fullt de Katt un brook sük wat

Un humpel nu mit Rad na d‘ Stadt.

De Lü, de wunnern sük: „Wat’s dat?

Hier weer noch nie een Katt mit Rad.“

De Polizei weer ok ganz platt

Un broch na’t Krankenhuus de Katt.

In Gips legg man dat Been van’d Katt.

Fief Daag leeg de in d‘ Stadt up d‘ Matt.

Se reep an: „Hier is Pussikat.

Ik ligg in’t Krankenhaus in d‘ Stadt.“

De Kater froog, he weer ganz platt:

Du liggst in’t Krankenhaus in d‘ Stadt?

Ik kaam glieks mit mien Motorrad

Un hol di, segg, gefallt di dat?“

Do see de Katt: „Wat freut mi dat,

wat maakt wi aver mit mien Rad?“

Du musst di erst verhalen, Katt!

Un is dien Been weer heel un glatt,

fahrt wi mit Motorrad na d‘ Stadt

un holt na’t Inkoopen dien Rad.“

De Kater froog: „Mien Pussikatt,

lettst du mi denn mit di up d‘ Matt?“

Do see de Katt, ehr Ogen weern natt

„Ik hebb di leev, mien Katerkatt!“

Un anner Dag stund denn in’t Blatt,

de beiden de harrn Verlobung hatt.

Se maakden Urlaub nu in’t Watt

Un leegen blied un satt up’d Matt.

Dat weer de Story von een Katt:

Fief Jungen weern dat Resultat.

De Kater see: „Wat scheert mi dat!“

He harr al lang een anner Katt.

„Un de Moral“, seggt Pussikatt:

„Wenn’t glatt is, denn fahr nich mit Rad!“

Annegret Neunaber,

aus „De Plattsnackers“

 

Alles auf einen Blick

Christenlehre:                  Donnertag in Schulzeiten 16:00 Uhr

Chor:                                Mittwoch 19:00 Uhr

Handarbeitskreis:            Dienstag 14:00 Uhr

Kleiderkammer:               Mittwoch 10:00 Uhr – 13:00 Uhr

(Pfarrhaus)                        und nach telefonischer Absprache

Sprechzeiten Gemeindebüro:

Dienstag 09:00 Uhr – 12:00 Uhr

Mittwoch 16:30 Uhr – 17:30 Uhr

Telefon 03964/ 210236

Friefhofsverwaltung in Bredenfelde

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pastor Gottfried Zobel ab 01.01.2019

Telefon 039603 / 738764