Kirchengemeinde Bredenfelde

Gemeindebrief IV / 2019

 

 

Darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, dass Christus Jesus an mir als Erstem alle Geduld erweise, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten. Aus dem 1. Brief Paulus an Timotheus 1,12-17

 

 
 

 

Seid barmherzig!

„Am Freitag haben wir N.N. christlich bestattet.“ Das nach dieser Abkündigung im Gottesdienst einsetzende Getuschel war nicht zu überhören: N.N. – war das nicht der alte SED-Genosse, der zu DDR-Zeiten der Kirchengemeinde, wo es nur ging, Steine in den Weg gelegt hatte? Der noch vor kurzem im Humanistenverband das große Wort gegen die Religion schwang? Und der hatte das Privileg einer christlichen Bestattung bekommen, mit Glockenläuten und allem Drum und Dran?!

An der Kirchentür bei der Verabschiedung brach dann bei manchem treuen Gemeindeglied die Empörung durch. „Wir haben immer zur Kirche gehalten – und das nun!“ Erinnerungen an Demütigungen wurden noch einmal hervorgeholt: „Weißt du noch, wie er damals…?“ Und: „Ach so, er hat sich im Hospiz noch taufen lassen? Der wollte doch nur wieder einmal auf der sicheren Seite sein.“ Nein, das ist nicht nur eine Geschichte aus dem Osten der Republik.

Empörung von treuen Gemeindegliedern, die sich ihren Glauben noch etwas kosten lassen an Zeit, Kraft und Geld, die versucht haben, einigermaßen sauber durchs Leben zu gehen und darum auf so manches verzichtet haben, gibt es auch anderswo: Da hat sich ein Unternehmer Jahrzehnte nicht in der Gemeinde blicken lassen – doch nun, nach der Insolvenz, kandidiert er für den Kirchengemeinderat. „Der sucht doch nur ein neues Feld, wo er sich ausleben kann“, lästern manche. Und manche machen sich Sorgen um das moralische Ansehen der Gemeinde, seitdem sie wissen, wofür der Haftentlassene, der nun manchmal zum Gottesdienst kommt, im Gefängnis war. Auch Paulus, vom Christenverfolger zum Apostel gewandelt, schlägt solch ein Misstrauen, solch ein Unmut entgegen. Doch er geht in die Offensive und nutzt sein eigenes Leben als Verkündigung: Gerade an ihm zeige sich, wie barmherzig Gott ist. Und wenn das Evangelium für diesen Sonntag Christus als den in den Mittelpunkt stellt, der für „das Verlorene“ in die Welt gekommen ist, dann ist das nicht nur eine herzerwärmende Geschichte. Dann ist das auch Handlungsanweisung für uns.

Pastor Tilman Baier, Chefredakteur der Evangelischen Zeitung / Mecklenburgischen & Pommerschen Kirchenzeitung

Sonntagsbetrachtung zum 3. Sonntag nach Trinitatis

 

 

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freunde der Kirchengemeinde Bredenfelde,

 die schöne Sommerzeit ist zu Ende und der Herbst hat Einzug gehalten.

An einem schönen und warmen Herbsttag haben wir in Rehberg das Erntedankfest gefeiert. Eine schön geschmückte Kirche lud zum Gottesdienst ein und anschließend gab es Kaffee und Kuchen im Saal. Beim Trödelmarkt fand jeder etwas Interessantes für sich. Wir bedanken uns recht herzlich beim Dorfverein Rehberg, dass wir, wie jedes Jahr,

den Saal nutzen durften.

Am 29.September feierten wir mit 24 Teilnehmern die Goldene / Diamantene Konfirmation in der Kirche zu Bredenfelde. Bei der anschließenden Kaffeetafel gab es genug Gesprächsstoff für alle.

In diesen Zusammenhang haben wir als Kirchengemeinderat eine Bitte:

Wir werden auch im nächsten Jahr wieder Goldene / Diamantene Konfirmation feiern. Dazu sind alle aus den entsprechenden Jahrgängen herzlich eingeladen. Die Nachforschungen gestalten sich oft sehr schwierig, weil im Allgemeinen die Frauen geheiratet haben und einen anderen Namen tragen, oder viele verzogen sind. Wir bitten, das in den Familien oder im Freundes- und Bekanntenkreis weiter zu verbreiten. Dieses Fest können Sie auch bei uns feiern, wenn Sie nicht in unserer Kirchengemeinde konfirmiert wurden. Gerade für die Dörfer Grauenhagen, Cantnitz, Wendorf, Wrechen liegen in unserer Kirchengemeinde kaum bzw. gar keine Unterlagen zur Konfirmation vor,

so dass wir nicht alle einladen konnten. Dazu aber im nächsten Jahr mehr.

Eine, wie ich finde, wichtige Veranstaltung in jedem Jahr, ist unser kleines Dankeschön für all die fleißigen Helfer in unserer Kirchengemeinde. Vielleicht weiß es der ein oder andere noch nicht, die Arbeit in der Kirchengemeinde wird – ich würde sagen – zu 80% ehrenamtlich geleistet.

Seit gut 18 Monaten mühen wir uns durch alle Dinge, die in einer Kirchengemeinde anfallen. Das ist wahrlich nicht immer leicht.

Viele Dinge waren 30 Jahre so, wie sie waren, heute sind sie anders.

Unser großes Ziel ist es, die Friedhöfe in unserer Gemeinde zu erhalten. Allein werden wir es nicht schaffen. Für 15 € Friedhofsunterhaltungs- kosten jährlich können nicht alle Dinge schön sein und Firmen kann man damit auch nicht beauftragen.

Haben Sie schon mal entdeckt, dass es auf allen Friedhöfen unserer Gemeinde große Bäume gibt, die in die Jahre gekommen sind?

Flächen, die nicht gemäht wurden, sind sogenannte Stilllegungsflächen. Wer kennt diesen Begriff nicht aus der Landwirtschaft? Um Fördermittel zu erhalten, sind Bedingungen einzuhalten. Wir brauchen diese Mittel, damit wir anstehende Probleme lösen können.

Vielleicht mal eine konkrete Zahl: Ein Baum dieser Größenordnung kostet zwischen 2500 und 3000 € mit fachgerechter Entsorgung.

Vielleicht ist es nicht immer verständlich, warum manche Dinge so lange brauchen, aber wie gesagt, wir machen das ehrenamtlich und nach unserer Arbeit.

Wir würden uns sehr freuen, wenn es mehr Unterstützer geben würde, wie z.B. Frau Kroh aus Ballin, Herr Karberg aus Lichtenberg oder die Familien Borchert aus Neugarten.

Übrigens – ein Tipp für alle: besuchen Sie mal Neugarten, dort gibt es wieder einen Glockenstuhl und auch die kleine Kapelle wird im nächsten Jahr restauriert.

Manches dauert so lange, wie es dauert. Vorwürfe und Anschuldigungen bringen uns nicht weiter. Wir sollten gemeinsam nach Lösungen suchen zum Wohle der Menschen in unseren Dörfern.

Sie sind alle herzlichst dazu eingeladen in unsere Kirchengemeinde.

Trauen Sie sich.

     Evelyn Küter

      1. Vorsitzende

 

Wir aber, die wir stark sind, sollen der Schwachen Gebrechlichkeit tragen und nicht Gefallen an uns selber haben.

Römer 15, 1.

Ungern will man des anderen Gebrechen dulden, sondern ein jeder fordert  von  dem andern, dass er vollkommen sei .

 Da denken und reden sie nur voneinander,

 und eins will hier hinaus, das andere da hinaus, dass er Frieden und Ruhe vor dem anderen habe und der Unlust überhoben sei.

 Wer aber kann, der beurlaubt das andere und stößt es von sich, schmückt sich danach und spricht, er tue es der Gerechtigkeit zuliebe, wolle nicht bei und um sich böse Leute wissen, sondern nur fromme und gute Menschen, wie er ist.

 Dies Übel regiert am meisten in denen, die etwas voraus zu haben glauben vor anderen und ein ehrbares Leben führen und mehr Gnade haben;

 die blähen und brüsten sich;

was ihnen nicht gleich ist, das muss sinken,

 das richten sie, das verachten sie,

 und sie sind das hübsche Kätzlein im Hause.

Dr. Martin Luther

„Christlicher Wegweiser für jeden Tag  (23. Januar)“ 

 

Dat Prahlen

 

Korl Beggerow un Heiner Frick

Stahn up de Strat un strieden sick

Un jeder hett´n dägten Schacht.

 

„Wi hebben gistern  Swien man slacht! –

Ick wier bi´t Slachten man mit bi,

Un du man nich, - hä! Arger Di!“

„Will´ck gor nich seihn!“ seggt Heiner Frick

Doch Korl, de deiht sick wieder dick

Un fangt noch schäwsch sick an tau grienen:

„Nu krieg ick Blaudwurst mit Rosinen, -

Un du man nich! – un dat smeckt gaud, -

Uns Swien wie ras so´n Stark so grot, -

Mien Vadder säd, dat wier gewiß,

Uns´Swien wier´t gröttst in Kuchelmiß!“

 

 

Doch Heiner lett sick gor nix marken.

„So grot sünd all uns´lütten Farken,

Denn süst mal unsen Swienstall seihn,

Uns´Ewerborg, Du, dat is ein,

De is so snickenfett un rund,

De weggt all oewer dusend Pund!

 

 

Uns´is väl grötter un väl glatter, -

Uns´is noch grötter as Dien Vadder!“

„Du lüggst jo!“ röppt Korl Beggerow

Un nimmt den Schacht un haut nu tau,

„So´n grot Swien as mien Vadder is,

Giwt´t gornich in ganz Kuchelmiß!“

 

Rudolf Tarnow

„Burrkäwers – Plattdeutsche Gedichte“

 

Ausblick

Im November geht es für unsere Orgel in Hinrichshagen in den Endspurt. Die Mitarbeiter der Eberswalder Orgelbauwerkstatt werden ca. drei Wochen lang an der Fertigstellung arbeiten.

Am 10.November findet in Bredenfelde ein Gottesdienst zur Einführung unserer Lektoren Frau Ulrike Meyer aus Hinrichshagen und Frau Gudrun Diesterweg aus Grauenhagen statt. Wir laden Sie alle recht herzlich dazu ein.

Am 15. November feiern wir St.Martin. Wir beginnen um 16.00 Uhr in der Kirche Bredenfelde mit einem Gottesdienst und dem Martinsspiel. Der anschließende Lampionumzug führt uns ins Gemeindehaus. Wir teilen Martinshörnchen und es wird einen Imbiss geben.

Am 23.November treffen wir uns im Gemeindehaus Bredenfelde um 15.00 Uhr zum alljährlichen Adventskranzbinden. Um gut planen und vorbereiten zu können, wird um Anmeldung gebeten. Für Material wird ein Unkostenbeitrag von 10€ erhoben.

Am 10.Dezember wird uns die Strasburger Chorgemeinschaft mit einem Weihnachtskonzert erfreuen. Beginn ist 19.00Uhr im Gemeindehaus Bredenfelde.

Am 14.Dezember findet unsere Gemeinde-Weihnachtsfeier statt. Dazu laden wir recht herzlich um 15.00Uhr ins Gemeindehaus Bredenfelde

ein.

Über alle Termine werden wir in unseren Aushängen in den Schaukästen informieren.

 

Für Kids

Morgengebete:

 

Meinen Anfang und mein Ende leg ich, Herr, in deine Hände.

Vater, steh mir gnädig bei, dass dieser Tag gesegnet sei.

Amen

 

Lieber Gott, du hast in dieser Nacht so väterlich gewacht. Ich lob und preise dich dafür und dank für alles Gute dir.

Bewahre mich auch diesen Tag vor Sünde, Tod und jeder Plag.

Und was ich denke, red´ und tu, das segne bester Vater du!

Amen

 

Bittgebete:

 

Für meine Elterndank ich dir, beschütze, lieber Gott sie mir. Begleite sie auf allen Wegen mit deinem väterlichen Segen.

Amen

 

 

Tischgebete:

 Jedes Tierlein hat sein Essen, jedes Blümlein trinkt von dir.

Hast auch uns heut nicht vergessen, lieber Gott, wir danken dir.

Amen

 Lieber Gott, heut hab ich doch vergessen, dir zu danken vor dem Essen!

Magen voll und Teller leer, so danke ich dir hinterher.

Amen

Wir haben genug zu essen, wir werden täglich satt.

Hilf, dass wir den nicht vergessen, der nichts zu essen hat.           

Amen

Du gibst, o Gott, uns Speis und Trank, Gesundheit, Kraft und Leben.

Wir nehmen hin mit frohem Dank, auch was Du jetzt gegeben.

Amen

Alles auf einen Blick

Christenlehre:                  Donnertag in Schulzeiten 16:00 Uhr

Chor:                                Mittwoch 19:00 Uhr

Handarbeitskreis:            Dienstag 14:00 Uhr

Kleiderkammer:               Mittwoch 10:00 Uhr – 13:00 Uhr

(Pfarrhaus)                        und nach telefonischer Absprache

Sprechzeiten Gemeindebüro:

Dienstag 09:00 Uhr – 12:00 Uhr

Mittwoch 16:30 Uhr – 17:30 Uhr

Telefon 03964/ 210236

Friefhofsverwaltung in Bredenfelde

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Pastor Gottfried Zobel ab 01.01.2019

Telefon 039603 / 738764

Mobil 0162 1930686

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