Kirchengemeinde Bredenfelde

Gemeindebrief II / 2020


 

 

"Dient einander als gute Verwalter der vikelfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!" 1. Petrus 4,10

 

FÜREINANDER DA SEIN

Drei Engel machen Musik. Einer bläst auf einer Schalmei, der zweite spielt auf der Gambe, die einem Cello ähnelt. Und der dritte zupft die Saiten einer Harfe. Fröhlich sehen die Engel aus, ja, fast beschwingt. Leicht und virtuos scheint ihnen die Musik von der Hand zu gehen. Und das, obwohl sie nicht, wie man erwarten würde, mit der rechten Hand spielen.

Nein, die Engel spielen mit links.

Miteinander zu musizieren, scheint ihnen Freude zu machen. Sie hören aufeinander, nehmen die Töne des anderen auf und spinnen sie weiter, sie inspirieren und beflügeln sich gegenseitig. Und so erklingt eine Musik, die weit hinaus über das reicht, was einer alleine machen könnte.

Zu sehen sind diese drei Engel in der Klosterkirche zu Drübeck am Harzrand. Der Holzbildhauer Dieter Schröder aus Osnabrück hat sie erschaffen. Für mich sind sie ein Bild, wie wir einander dienen könnten, jede und jeder mit der eigenen Gabe:

Ich bringe die Gabe ein, die mir geschenkt ist und trage meine persönliche Note ein ins gemeinsame Spiel.

Sich aufeinander einzustimmen, einander zu verstehen und miteinander zu üben, ist manchmal mühsam und gar nicht so leicht.

Aber dann gibt es diese Momente, in denen es gelingt. Da passt alles zusammen und geht leicht, wie mit links. Die Töne verschmelzen, die Musik geht hinaus über uns selber.

Als würden ihr Flügel wachsen, auf denen wir einen Moment lang schweben dürfen. Himmlisch schön.

TINA WILLMS

Sich aufeinander einzustimmen, einander zu verstehen und miteinander zu üben, ist manchmal mühsam und gar nicht so leicht.

TINA WILLMS

 

Liebe Kirchengemeindemitglieder,

 

auch wir sind in unserer Arbeit im Moment eingeschränkt.

Wie gehen wir als Christen mit dieser eingeschränkten Lebensweise um?

Was für Gedanken und Gefühle prägen unseren Alltag?

Wie wäre es mit folgendem Text, den unsere Lektorin Frau Britta Jurisch am Sonntag nach dem Weltgebetstag für uns herausgesucht hatte? 

 

Im Johannes Kapitel 5 steht geschrieben:

Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf Hebräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen; in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte. Es war aber dort ein Mensch, der war seit achtunddreißig Jahren krank. Als Jesus ihn liegen sah und vernahm, dass er schon so lange krank war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm:

Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!

Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin.

Das ist es doch, was unser Leben ausmacht!

Eine Liebe, die Halt gibt – eine Sehnsucht, die mich antreibt – und Versöhnung, die stark macht!

Da sind wir schon mitten drin – im Leben In Simbabwe gibt es seit vielen Jahren eine Tradition, die etwas davon aufgreift, ja, ins Leben „übersetzt“ und in die Lebenspraxis.

Die Rede ist von den „Freundschaftsbänken“. Sie befinden sich überall im Land. In vielen Dörfern sitzen dort die Großmütter

und leihen den Menschen ihr Ohr. Sie wenden sich liebevoll denen zu, die keinen Menschen haben, mit dem sie reden, dem sie sich öffnen können, der sie erzählen können, was sie umtreibt, was ihre Seele und ihren Körper verletzt.

Dazu braucht es Zeit, Geduld und Vertrauen.

Der Psychiater Dixon Chibanda hatte die Idee, die Großmütter, dort wo sie leben, einzubinden. Sie, die über so viel Lebenserfahrung und Weisheit verfügen, sie werden zu Zuhörerinnen, sie „hören ins Wort“, sind Frauen, die anderen Trost und Hoffnung vermitteln können, sind Menschen, die sich denen zuwenden, die so dringend einen anderen Menschen an ihrer Seite brauchen, der Fragen aushält, und das Schweigen, oder die Worte, die sich dahinter verbergen und manchmal dann „heraussprudeln“. So sitzen sie auf den Bänken, sind einfach da. Es ist – als ob Gott mit auf den Freundschaftsbänken sitzt.

Zum Zeichen ihrer Zuwendung an uns Menschen. Zum Zeichen ihres Ich-bin-da.

Halten Sie doch einen Augenblick Stille

und denken sie darüber nach, wer mit Ihnen schon auf solchen „Freundschaftsbänken“ gesessen hat?!

So wünsche ich euch solch eine Bank, wenn einer sie braucht, einen Ort, der zum Segen für dich wird. Wo du sein kannst, wie Du bist, wo alles Platz hat, was in dir wohnt, was aus dir heraus will. So wünsche ich euch einen Menschen, der euch sein Ohr leiht und sich euch zuwendet, weil Gott Dich geschaffen hat, einzigartig, als Original, als Abbild Gottes.

Das ist Segen.

Ihr seid Segen.

Amen.

 

Einladung zum Chorgesang

Seit letztem Wochenende hat es nun auch uns erwischt: Die wöchentliche Chorprobe findet bis auf Weiteres nicht statt.

Und da steht doch über diesem Artikel: „Einladung zum Chorgesang“! Eigentlich wollte ich diesen Artikel schon lange geschrieben haben, wollte berichten, wie unsere Pläne für das neue Jahr 2020 sind, wollte natürlich auch für unseren kleinen Chor werben…

Nun haben mich die Ereignisse eingeholt. Unser Vorha-ben, wieder mit der Wolfshagener Singegruppe ein gemeinsames Frühlingskonzert zu gestalten, wird nicht möglich sein. Gottesedienste sind bis auf weiteres abgesagt.

Nun möchte ich aber darüber erzählen, wie uns in   dieser Situation ein kleiner Umstand hilft: Seit Januar, als sich in China das Corona-Virus begann auszubreiten, haben wir eine ChorApp. Als neulich ein Chormitglied zur Kur war, flogen die Noten und Töne nur so durch das Internet. 

Pünktlich zur Probenzeit erhielten wir aus der Kureinrichtung ein Notenblatt mit einem Lied, das wir sogleich eifrig einstudierten, aufnahmen und so vertont per WhathsApp zum Kurhaus zurückschickten. Als Gruß für uns alle kam postwendend am nächsten Tag ein Tenorsolo zurück. Wir waren gerührt. Soviel Mut und Zutrauen hatten wir nicht erwartet. Und wenn zu Beginn einer Woche jemand allen anderen einen guten Morgen wünscht, zum Valentinstag herzliche Grüße schickt oder einem Chormitglied, der gerade mit Schnupfen im Bett liegt, das Ergebnis der verpassten Chorprobe zu Gehör gebracht wird, dann sind das vielleicht Dinge, die technisch kein Problem sind, aber atmos-phärisch in unserer kleinen Gruppe für gute Stimmung sorgen.

So haben wir uns, unbewusst, auf die jetzige ungewohnte, menschlich schwierige Situation vorbereitet.

Nicht, dass der Chor das sportlich sieht: Alle vermissen den Mittwoch! Und doch spenden solche kleinen Nachrichtchen, Smilies und selbst gesungenen mp3-Dateien ein klein wenig Trost.           

Ina Kopperschmidt

 

Der Kirchgemeinderat informiert

Die Pressestelle der ELKM bittet um Weiterleitung der folgenden Information:

Die Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern laden alle Kirchengemeinden und Gemeindeglieder in MV zur Beteiligung an einer Kerzenaktion und zu häuslichen Gebeten unter dem Motto:

„Licht der Hoffnung“

ein. Die Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern laden unter dem Motto

„Wir halten uns fern und sind füreinander da – Licht der Hoffnung!“

alle Menschen dazu ein, beispielsweise das Vaterunser, zu sprechen. Sie laden damit ein, gemeinsam für den Ort, das Land, die Welt zu beten. So betet jeder Haushalt für Sich, doch beim gemeinsamen Gebet wissen alle sich dabei mit allen verbunden. Die Botschaft lautet: Wir sind uns nahe, trotz des Abstands, den wir zurzeit zum Schutz unserer Menschen wahren müssen. Die Kirchenkreise rufen damit zur gedanklichen Zusammenkunft auf und möchten mit dem Licht der Kerzen ein Zeichen des Zusammenhalts und der Verbundenheit in ungewisser Zeit senden.

Die gute Nachricht

Diesem Gemeindebrief liegen aufgrund der besonderen Situation

  • ein kleines Heftchen mit Kurzandachten, für die Zeit bis Ostern und
  • der gesamte Gottesdienst zum Ostersonntag,

zusammengestellt von unserer Lektorin Britta Jurisch, bei. Beides erscheint auch auf WWW.Kirchengemeinde-bredenfelde.de .

…und vielleicht finden Sie ja am Ostersonntag als Überraschungsei (Die Kinder und Enkel helfen bestimmt!) auf WWW.Kirchengemeinde-bredenfelde.de den Ostersonntags-Gottesdienst ganz oder in Ausschnitten. Dann können wir alle ganz gemütlich in der warmen Stube mit der Beilage in der Hand gemeinsam den Gottesdienst feiern.

Alles auf einen Blick  Findet bis auf weiteres nicht statt

 

Handarbeitskreis:           Dienstag 14.00 Uhr  im Gemeindehaus in Bredenfelde

Kleiderkammer:              Mittwoch 10.00 -13.00 Uhr im Pfarrhaus

                                               und nach telefonischer Absprache

                                               Tel. 03964/210236

Chor:                                    Mittwoch 19.00 Uhr im Gemeindehaus in Bredenfelde oder in den Kirchen nach Ansage

Christenlehre:                  Donnerstag 16.00 Uhr im Gemeindehaus in Bredenfelde

                                               außer in den Schulferien

Sportgymnastik für Frauen:       Donnerstag  19.00 Uhr – 20.00 Uhr im Gemeindehaus in Bredenfelde Anmeldung über Frau Martina Meyer Tel. 03964/210252

 

 

Alles auf einen Blick

Christenlehre:                  Donnertag in Schulzeiten 16:00 Uhr

Chor:                                Mittwoch 19:00 Uhr

Handarbeitskreis:            Dienstag 14:00 Uhr

Kleiderkammer:               Mittwoch 10:00 Uhr – 13:00 Uhr

(Pfarrhaus)                        und nach telefonischer Absprache

Sprechzeiten Gemeindebüro:

Dienstag 09:00 Uhr – 12:00 Uhr

Mittwoch 16:30 Uhr – 17:30 Uhr

Telefon 03964/ 210236

Friefhofsverwaltung in Bredenfelde

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hompage: www.kirchengemeinde-bredenfelde.de

Bankverbindung:   IBAN: de69 5206 0410 0005 3709 14

                             BIC: GEODEF1EK1

Vertretung vom 02.03.2020 bis 02.06.2020

Pastor Stephan Mollmann-Fey

Kirchengemeinde Wanzka

Blankenseer Str. 34

17237 Blankensee OT Rödelin

Telefon: 039826 / 76844

Email: stephan.möDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!