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Ich begrüße Sie zum Ostergottesdienst in Ihrem zu Hause. Danke dass Sie sich die Zeit nehmen. Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Ostergottesdienst 12.04.2020

Lektor: Der Herr sei mit euch.
Gemeinde: Und mit deinem Geist.

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Mit dem Aufgang der Sonne läuft der Jubelruf der Christenheit um die Welt. Jesus Christus lebt. Gott erweist seine Macht, die stärker ist als der Tod.

Wir zünden jetzt gemeinsam das Osterlicht an.

Lasst uns das Lied 106 Erschienen ist der herrlich Tag singen

  1. Erschienen ist der herrlich Tag Dran niemand g'nug sich freuen mag: Christ, unser Herr, heut triumphiert, Sein Feind er all gefangen führt. Halleluja.
  2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, Die Höll, all Jammer, Angst und Not
    Hat überwunden Jesus Christ, Der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja.
  3. Sein' Raub der Tod musst geben her, Das Leben siegt und ward im Herr,
    Zerstöret ist nun all sein Macht. Christ hat das Leben wiederbracht. Halleluja.
  4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur, Alls, was betrübet war zuvor,
    Das freut sich heut an diesem Tag, Da der Welt Fürst darniederlag. Halleluja.
  5. Drum wollen wir auch fröhlich sein, Das Halleluja singen fein
    Und loben dich, Herr Jesu Christ; Zu Trost du uns erstanden bist.
    Halleluja.

 

Lasst uns gemeinsam den Psalm 118 die Verse 14-24 lesen.

Psalm 118,14-24

  1. Der Herr ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.
  2. Man singt mit Freuden vom Sieg / in den Hütten der Gerechten:
    Die Rechte des Herrn behält den Sieg!
  3. Die Rechte des Herrn ist erhöht; die Rechte des Herrn behält den Sieg!
  4. Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen.
  5. Der Herr züchtigt mich schwer; aber er gibt mich dem Tode nicht preis.
  6. Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und dem Herrn danke.
  7. Das ist das Tor des Herrn; die Gerechten werden dort einziehen.
  8. Ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen.
  9. Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.
  10. Das ist vom Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.
  11. Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

 

Gemeinde: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie  es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Lektor: Kyrie eleison

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

Lektor: Christe eleison

Gemeinde: Christe, erbarme dich.

Lektor: Kyrie eleison

Gemeinde: Herr, erbarm dich über uns.

Lektor: Ehre sei Gott in der Höhe

Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und  nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.

Lektor: Der Herr sei mit euch          

Gemeinde: und mit deinem Geist

Lektor: Lasst uns gemeinsam beten:

Deine Gegenwart verwandele diese Welt, du Auferstandener.
Deine Gegenwarte erlöse die Schuldigen.
Deine Gegenwart befreie uns aus unseren Verstrickungen.
Deine Gegenwart begeistere deine Kirche und mache sie zur Zeugin der Wahrheit.
Denn du bist auferstanden, Jesus Christus!
Halleluja!

Der Tod hat seine Macht verloren.
Seine Flammen sind gelöscht.
Das Leben kehrt zurück.
Die Schöpfung lebt auf.
So jubeln wir,
denn du bist auferstanden, Jesus Christus!
Halleluja!

Amen.

 

Lasst uns singen das Lied 101 Christ lag in Todesbanden

  1. Christ lag in Todesbanden, für unsre Sünd gegeben, der ist wieder erstanden und hat uns bracht das Leben. Des wir sollen fröhlich sein,
    Gott loben und dankbar sein und singen Halleluja.
    Halleluja.
  2. Den Tod niemand zwingen konnt bei allen Menschenkindern; das macht alles unsre Sünd, kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald
    und nahm über uns Gewalt, hielt uns in seim Reich gefangen.
    Halleluja.
  3. Jesus Christus, Gottes Sohn, an unser Statt ist kommen und hat die Sünd abgetan, damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt; da bleibt nichts denn Tods Gestalt, den Stachel hat er verloren.
    Halleluja.
  4. Es war ein wunderlich Krieg, da Tod und Leben ’rungen; das Leben behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, wie ein Tod den andern fraß, ein Spott aus dem Tod ist worden.
    Halleluja.
  5. Hier ist das recht Osterlamm, davon wir sollen leben, das ist an des Kreuzes Stamm in heißer Lieb gegeben. Des Blut zeichnet unsre Tür, das hält der Glaub dem Tod für, der Würger kann uns nicht rühren.
    Halleluja.
  6. So feiern wir das hoh Fest mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herr scheinen lässt. Er ist selber die Sonne, der durch seiner Gnaden Glanz erleucht’ unsre Herzen ganz; der Sünden Nacht ist vergangen.
    Halleluja.
  7. Wir essen und leben wohl, zum süßen Brot geladen; der alte Sau’rteig nicht soll sein bei dem Wort der Gnaden. Christus will die Kost uns sein und speisen die Seel allein; der Glaub will keins andern leben.
    Halleluja.

 

Lektor: Die Epistel für heute steht im 1. Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth im 15. Kapitel

Ich erinnere euch aber, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr's so festhaltet, wie ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr's umsonst geglaubt hättet. Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Ob nun ich oder jene: So predigen wir, und so habt ihr geglaubt.

Halleluja, Halleluja, Halleluja

Das Evangelium für heute steht im Markus im 16. Kapitel  

Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingeht nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich.

 

Ich lese eine Predigt von Pastor M. Hofmann

Predigt

Liebe Gemeinde!

Ostern scheiden sich die Geister. Das war damals so. Das ist heute so. Vor 2000 Jahren schrieb der Apostel Paulus der korinthischen Ge­meinde, dass ein Christentum ohne die Auferstehung der Toten witz­los sei. Damals wie heute gab es Menschen, die mit so einer Aufer­stehung herzlich wenig anfangen konnten. Rund 50 Prozent aller Kirchenmitglieder haben heute ein Problem mit der Botschaft, dass der Herr wahrhaftig auferstanden ist und dass auch uns ewiges Leben erwartet (INSA-Umfrage 2017). Symbolisch ja, irgendwie im übertra­genen Sinne, so in der Art, dass immer immer wieder die Sonne auf­geht (wie Udo Jürgens so schön sang), dass die Botschaft Jesu in den Herzen seiner Jünger weiterlebt und dass auch wir den Mut und die Kraft finden, einmal mehr aufzustehen als wir gefallen sind. Aber, dass wir am Ende wahrhaftig nicht am Ende sind? Dass unser Ich nicht verloren geht, sondern durch Gott neu und ganz wird? Dass unser unruhiges Herz Ruhe in Gott findet, wenn es aufhört zu schla­gen? Unvorstellbar.

Für Paulus war die Frage nach der Auferstehung der Toten die alles entscheidende Frage. Ohne Auferstehung ist der ganze Glaube nichts. Ein Christ ist einer, der dazu ja sagen kann, vielleicht leise oder in Zweifel, vielleicht auch nur manchmal oder voller Sehnsucht: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Heutzutage tun wir uns schwer damit, anderen ihren christlichen Glauben abzuspre­chen. Die Zeiten, in denen hohe Geistlichkeiten darüber richten, wer hier denn richtig glaubt und wer nicht, sind Gott sei Dank vorbei. Und trotzdem: Was bleibt denn eigentlich übrig, wenn wir die Auferste­hung nur zur schönen Nebensache erklären? Werte, Werte, nichts als Werte! Ohne Auferstehung wird aus dem Christentum eine Weltan­schauung, vor 2000 Jahren von einem sanftmütigen Zimmermann­sohn geprägt, der das Maul ein wenig zu voll nahm, sich zu sehr für die Armen und Schwachen aus dem Fenster lehnte, um dann von der Obrigkeit abgestraft zu werden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig.

Das war‘s dann mit dem Christentum. Ein wenig »Was-du-nicht-willst-das-man-dir-tu-das-füg-auch-kei­nem-andren-zu« und aus. Mit unserer Hoffnung ist es nicht weit her, wenn wir in Jesus nur den guten Mann aus Nazareth sehen, der mit Gandhi, Franziskus und Konfuzius gemeinsame gute Sache macht. Wir brauchen keinen Auferstanden für das Gebot, den Nächsten zu lieben und dem Feind zu vergeben. Dafür reicht ein Ethikunterricht in Klasse 9. Auch ohne Gott ist uns klar, welche Hausaufgaben wir zu machen haben.

Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elen­desten unter allen Menschen. Denn unser Glaube reichte dann nur von hier bis zum Tellerrand. Wir würden im Leben nicht aufstehen mit der Hoffnung, dass unser schönes, schreckliches Dasein nach un­serem Tod ganz wird. Die Lebenskraft des christlichen Glaubens grün­det sich allein in der Botschaft des Auferstanden, sagt Paulus. Denn unser Leben hat mit ihm sein Ziel. Wir verenden nicht in irgendeiner Sackgasse. Es geht weiter mit uns. Es geht aufs Ganze. Es kommt für uns eine Zeit, in der sich all unsere Widersprüche auflösen, all die Rollen, die wir tagtäglich zu spielen haben, zusammengeführt werden. Es kommt für uns eine Zeit, in der auch die Trümmer unserer Ge­schichte aufgelesen werden, in der genug Licht ist, unser Leben als Ganzes zu begreifen. Leben heißt, aufs Ganze gehen unter einen neuen Himmel, wo der Tod nicht mehr sein wird, sondern wo nur noch Gott ist und wo wir so sehr in Gott sind, dass es keinen Widerspruch mehr gibt zwischen ihm und uns. Gott wird alles in allem sein. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen, denn uns bliebe die Todesangst im Nacken. Und nicht nur sie. Die Todesangst hat viele Geschwister: Den Neid zum Beispiel, weil andere anscheinend viel länger, schöner oder besser leben, die Geltungssucht, in der wir verzweifelt versuchen, uns ein Denkmal zu setzen, das unseren Tod überdauert. Die Atemlosigkeit, mit der wir durch das Leben jagen, um bloß alles abzuräumen und mitzunehmen, ehe uns der Tod abholt. Die Hoffnungslosigkeit, durch die wir uns selbst in der Nachfolge Christi lahm legen, weil das doch sowieso alles nichts wert ist und bringt, was wir tun. Die adressatenlose Wut über die Tode, die wir miterleben mussten, die Verzweiflung an der Sinnlosigkeit, bevor sich unsere Welt ins Nichts auflöst ...

Aber nur einmal angenommen, so rein theoretisch: Das stimmte mit dem Mann aus Nazareth, dass er uns die Spur legte, mit der wir dem Todesdunkel entkommen, dass das hier alles nur der erste Akt ist und es keinen letzten Vorhang gibt. Dass die Gerechtigkeitshungrigen nicht hungrig bleiben und die Verfolgten nicht ewig auf der Flucht. Dann, ja dann sähe auch unser Leben anders aus. Todesmutig könnten wir sein. Und auch der Todesmut kommt mit vielen Geschwistern: Mit der Großzügigkeit, mit der wir das hergeben können, was wir haben, mit der Gelassenheit, dass das, was wir nicht schaffen, ein anderer voll­endet, mit dem Optimismus, dass unser Leben auch dann einen Sinn hat, wo wir ihn nicht sehen, mit der Gewissheit: Gott hält mich, auch wenn ich falle. Nichts kann mich von seiner Liebe trennen. Die Auf­erstehung der Toten macht einen geraden Rücken und einen aufrech­ten Gang. Sie öffnet die Hände, die sich so gern an alles Mögliche klammern: An Menschen, Dinge, an das eigene Leben.

Der Wanderprediger aus Nazareth hat uns das vorgelebt, und zwar nicht als Strahlemann, der mutig und unverletzt durch das Leben gen Himmel schwebte, sondern als Lebensverlierer, der vor Angst Blut und Wasser schwitzte und mit einem »Warum?« auf den Lippen starb. Dieser Mensch ist unsere Hoffnung, im Leben und im Sterben, im Gelingen und im Versagen. Nicht, weil er so edel, hilfreich und gut war, sondern weil Gott ihn von den Toten auferweckte trotz und mit seinen Tränen, trotz und mit seinem »Warum?«. Ostern scheiden sich die Geister. Es geht nicht um eine Vertröstung auf das süße Jenseits, sondern um die Frage, ob mich der Tod am Leben hindern kann, ob mir meine Angst zum Grabstein wird. Der Tod ist jetzt unsere Realität, aber nicht unsere letzte Wirklichkeit. Er ist der letzte Feind, der ver­nichtet wird. Und dann gehen wir aufs Ganze.

In den großen gotischen Kathedralen Frankreichs sind Labyrinthmo­saike eingelassen, durch die früher bußfertige Pilger auf den Knien rutschen mussten. Nur zu Ostern war es anders: Da tanzte der Bischof im Walzertakt durchs Labyrinth und lud nach und nach alle anderen ein mitzutanzen, indem er ihnen einen goldenen Ball zuwarf. Ein wundervolles Bild für unser Leben vor der Auferstehung. In dem La­byrinth gab es keine Sackgasse: Alle tanzten gemeinsam zur heiligen Mitte hin. Keiner geht verloren. Ohne Auferstehung ist das Christen­tum witzlos. – Apropos: Wie nennt man eine Kuh, die sich ständig verläuft? Ein Labyrind. – Wir können uns nicht verlaufen, auch wenn wir jetzt den richtigen Weg vielleicht noch nicht sehen, wenn wir auf Holz- oder Irrwegen unterwegs sind. Wo gehen denn wir hin? fragt Novalis. Immer nach Hause. In Christus werden alle lebendig gemacht. Wir gehen aufs Ganze.

Amen.

 

Lasst uns singen das Lied 116 Er ist erstanden, Halleluja

  1. Er ist erstanden, Halleluja! Freut euch und singet, Halleluja!
    Denn unser Heiland hat triumphiert, all' seine Feind' gefangen er führt.
    Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod. Sünd' ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben. Halleluja!
  2. Er war begraben drei Tage lang. Ihm sei auf ewig Lob, Preis und Dank;
    denn die Gewalt des Tod's ist zerstört; selig ist, wer zu Jesus gehört.
    Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod. Sünd' ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben. Halleluja!
  3. Der Engel sagte: "Fürchtet euch nicht! Ihr suchet Jesus, hier ist er nicht.
    Sehet, das Grab ist leer, wo er lag: er ist erstanden, wie er gesagt."
    Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod. Sünd' ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben. Halleluja!
  4. Geht und verkündigt, dass Jesus lebt, darüber freu' sich alles, was lebt.
    Was Gott geboten, ist nun vollbracht: Christ hat das Leben wiedergebracht."
    Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod. Sünd' ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben. Halleluja!
  5. Er ist erstanden, hat uns befreit; dafür sei Dank und Lob allezeit.
    Uns kann nicht schaden Sünd' oder Tod, Christus versöhnt uns mit unserm Gott.
    Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod. Sünd' ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben. Halleluja!

 

Lektor: Zu den Abkündigungen ist mitzuteilen

Ich würde mich freuen, Sie alle persönlich und gesund in den nächsten Gottesdiensten nach der außergewöhnlichen Situation begrüßen zu dürfen. Bleiben Sie behütet und gesund!

Lasst uns singen das Lied Siehst du das Lamm

  1. Siehst du das Lamm, in jener Nacht? Sein Blut an Türen angebracht. Es rettet vor der des Todes Hand. Das Volk kann ziehn in neues Land.
  2. Siehst du das Lamm, dort am Altar? Des Volkes Schuld von einem Jahr liegt nun auf ihm, es kauft sie los, das Opferlamm, so makellos.
  3. Siehst du das Lamm dort an dem Kreuz? Bezahlt den höchsten Liebespreis. Es trägt die Last der ganzen Welt, von Leid und Schmerzen ganz entstellt.
  4. Siehst du das Lamm dort auf dem Thron? Der Vater gibt die Macht dem Sohn, denn würdig ist allein nur er. Die Völker singen: ? Heilig, Herr?.
    Chorus:
    Wir beten an, wir beten an, wir beten an, das Gottes Lamm
    Wir beten an, wir beten an, wir beten an, das Gottes Lamm
  5. Siehst du das Lamm auf seinem Arm? Der gute Hirte hält es warm. Er ließ die Neunundneunzig stehn. Es soll ihm keins verloren gehn.

 

Lektor: Lasst uns Fürbitte halten

Wenn ich sage: „Wir rufen:“ dann antworten Sie (Gemeinde) bitte „Herr, erbarme dich.“

Guter Gott, Du führst uns vom Tod ins Leben. Manchmal tun wir uns schwer im Glauben, dass Deine Liebe nicht an den Grab­steinen dieser Welt endet. Zu Dir kommen wir mit unserer verzagten Hoffnung, dass Leben mehr ist als ein paar Jahrzehnte zwischen Wiege und Bahre. Wir bitten Dich: Stärke uns im Glauben, dass Deine Liebe jeden Tod überwindet, jedes Schweigen, jede Schuld. Zu Dir kommen wir mit allem was uns bedrückt. Lass uns Deine Auferstehung feiern.

Wir rufen

Gemeinde:  Herr, erbarme dich.

Vor Dir breiten wir unser Leben aus. So oft stoßen wir an Grenzen, Grenzen der Kraft und der Geduld, Grenzen der Liebe und des Verständ­nisses. Wir bitten Dich: Ermutige uns, nicht stehen zu bleiben, hilf uns, die Grenzen zu überwinden, die uns von dem Leben trennen, das Du uns verheißen hast. Lass uns Deine Auferstehung feiern.

Wir rufen:

Gemeinde:  Herr, erbarme dich.

Zu Dir kommen wir mit den Menschen, die uns Sorge machen, weil wir sie nicht verstehen, weil wir keinen Zugang zu ihnen mehr finden, weil wir hilflos sind. Nicht alles liegt in unserer Hand. Dir vertrauen wir sie an. Lass uns Deine Auferstehung feiern.

Wir rufen:

Gemeinde:  Herr, erbarme Dich.

 Zu Dir kommen wir mit unseren Kranken, mit denen, die Schmer­zen haben oder Angst, mit denen, die keine Kraft mehr haben. Wir bitten Dich: Hilf ihnen das zu tragen, was zu tragen ist, lass sie nicht allein, stelle ihnen Menschen zur Seite, die ihre Schwäche und ihr Leiden teilen. Lass uns Deine Auferstehung feiern.

Wir rufen:

Gemeinde:  Herr, erbarme Dich.

Zu Dir kommen wir mit unseren Toten, mit denen, die wir vermis­sen, mit denen, um die wir trauern. Wir bitten Dich: Nimm Dich ihrer in Gnade und Treue an, hilf uns, sie in dem Vertrauen loszulassen, dass sie jetzt ganz in Dir leben. Lass uns Deine Auferstehung feiern.

Wir rufen:

Gemeinde:  Herr, erbarme Dich.

Zu Dir kommen wir mit unserer unfertigen Welt, so oft entstellt von Unrecht und Krieg, von Hunger und Terror. Wir bitten Dich: Erfülle Dein Versprechen, dass die Hungrigen satt werden und die da Leid tragen, wieder fröhlich sein können. Dass Dein Reich komme und Dein Wille geschehe, für uns und mit uns. Lass uns Deine Auferstehung feiern.

Wir rufen:

Gemeinde: Herr, erbarme Dich.

Und erhöre uns, wenn wir gemeinsam beten:

Vater unser im Himmel Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Segnung

Lektor: Gehet hin in Frieden des Herrn.
Gemeinde: Gott sei ewiglich Dank

Der Herr segne uns und behüte uns
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig
Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.

 

Lasst uns das Lied: 100 Wir wollen alle fröhlich sein

  1. Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit,
    denn unser Heil hat Gott bereit'. Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
    Gelobt sei Christus, Marien Sohn.
  2. Es ist erstanden Jesus Christ, der an dem Kreuz gestorben ist;
    ihm sei Lob, Ehr zu aller Frist Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
    Gelobt sei Christus, Marien Sohn.
  3. Er hat zerstört der Höllen Pfort, die Seinen all herausgeführt
    und uns erlöst vom ewgen Tod. Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
    Gelobt sei Christus, Marien Sohn.
  4. Es singt der ganze Erdenkreis dem Gottessohne Lob und Preis,
    der uns erkauft das Paradeis. Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
    Gelobt sei Christus, Marien Sohn.
  5. Des freu sich alle Christenheit und lobe die Dreifaltigkeit
    von nun an bis in Ewigkeit.Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
    Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

 

Ich wünsche Ihnen allen und Ihren Familien eine Gute und Gesegnete Osterzeit und verbleibe mit Gottes Segen.

Lektorin B. Jurisch